Ortsdurchfahrt Unterriffingen: Mehr Sicherheit und Barrierefreiheit

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Die Bushaltestelle in Unterriffingen wird neu gestaltet.
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Wie Unterriffingens Ortsdurchfahrt umgekrempelt wird und wann es losgehen soll.

Bopfingen-Unterriffingen. Was lange währt wird doch noch gut. So könnte man die Sanierung der Unterriffinger Hohenloher Straße beschreiben. Es war ein weiter, schwieriger Weg bis nun das grüne Licht leuchtete. Ein lang gehegter Wunsch wird nun Realität.

Ab dem 15. August wird nun die Ortsdurchfahrt im Bopfinger Teilort grundlegend saniert. Bei einer Bürgerversammlung konnte das Projekt vorgestellt werden. Bopfingens Bürgermeister Gunter Bühler forderte die Anwesenden auf, mit einem kritischen Blick die Pläne anzuschauen. Lutz Angstenberger vom Planungsbüro a2Plan, stellte das Vorhaben vor.

Auf einer Länge von 750 Metern wird nun die L1080 im Bopfinger Teilort saniert. Dabei soll eine durchgehend gleiche Breite von 6 Metern entstehen. Wobei sich die jeweilige Breite nach den Grundstücksgrenzen richtet. Im westlichen und östlichen Teil wird ein neuer Gehweg im Süden gebaut. Der Hauptgehweg wird weiterhin auf der Nordseite der Straße verlaufen. Im Straßenverlauf werden auch barrierefreie Querungshilfen eingebaut, um die Fahrzeuge abzubremsen, kleine Grünflächen im Bereich der Riedstraße sind ebenfalls vorgesehen.

Neu gestaltet wird die Bushaltestelle. Hier werden keine Buchten entstehen, sondern sogenannte Buskaps gebaut. Das bedeutet der Bus bleibt auf der Fahrbahn und kann nicht überholt werden. So ist die Sicherheit der Fahrgäste, insbesondere der Schulkinder, gesichert. Der Dorfplatz erhält einen gefälligen Verlauf und die dortige Abbiegung zur Dehlinger Straße wird so gestaltet, dass die Geschwindigkeit gedrosselt werden muss. Die Wasserversorgung wird, wie auch die Abwasserentsorgung, neu verlegt. Diese werden neu dimensioniert. „Wir gehen von einem fünf-jährigem Regenereignis aus,“ erklärte der Tiefbauleiter der Stadt Bopfingen Klaus Böhm.

Saniert wird in vier Abschnitten. Die erste Phase betrifft den Bereich von der Riedstraße bis zur Dehlinger Straße. Hier soll bis zum Dezember 2022 alles fertig sein. Vom März 2023 bis Juni 2023 geht es dann von der Dehlinger Straße bis zum östlichen Ortende weiter. Das dritte Teilstück ist von Juni 2023 bis September 2023 der Bereich von der Riedstraße bis zur Steigfeldstraße und anschließend von der Steigfeldstraße bis zum westlichen Ortsende. Fertig und eingeweiht soll dann die neue Ortsdurchfahrt im Dezember 2023 sein.

Der Geschäftsführer der ausführenden Firma Bortolazzi, Alois Thorwart, erklärte, dass es derzeit zwar Lieferschwierigkeiten gebe, diese aber nicht dramatisch ins Gewicht fallen werden. Er plädierte für eine gute Zusammenarbeit zwischen der Firma und der Bevölkerung. „Rufen Sie mich gerne an, wenn es irgendwo klemmt,“ sagte er.

Der Verkehr wird in dieser Zeit großräumig umgeleitet. Bereits in Waldhausen werden die Fahrzeuge über die L1076 und von Utzmemmingen über die Sieben-Brunnen-Straße auf die B29 geführt. In Unterriffingen selbst ist eine Zufahrt nur bis zum jeweiligen Bauabschnitt möglich. Die Bushaltestelle soll aber weiterhin angefahren werden können.

Insgesamt werden zwei Millionen Euro in das Projekt gesteckt. 1,3 Millionen kommen von der Stadt Bopfingen, der Rest vom Land Baden-Württemberg.

⋌Michael Scheidle

Die Fragen der Bevölkerung wurden durch Bürgermeister Gunter Bühler (stehend) und Klaus Böhm vom Tiefbauamt (2. v.r.) beantwortet.
Die Pläne zur Sanierung der Hohenloher Straße fanden großes Interesse in der Bevölkerung

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