Proben für die Passionsspiele

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In der Dirgenheimer Sankt-Georg-Kirche haben die Proben für das Passionspiel "Nägel für ein Kreuz" begonnen. Regisseur Martin Bernard instruiert die Schauspieler, wie die Bühne einmal aussehen wird.
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Wie in Dirgenheim die Vorbereitungen für die ersten Passionsspiele in der Sankt-Georg-Kirche seit 2019 wieder anlaufen und die Vorfreude auf die Aufführungen greifbar wird.

Kircheim-DirgenheimDie Passionsspiele in Oberammergau sind weltbekannt und Besucher strömen aus der ganzen Welt in den 5000 Einwohnerort.

So bekannt ist Dirgenheim nicht, aber die Teilgemeinde von Kirchheim am Ries ist im süddeutschen Raum und den Nachbarländern bekannt für ihre Passionsspiele.

Diese finden 2023 wieder statt. Gespielt wird in diesem Jahr „Nägel für ein Kreuz“. Bereits 1995 hat die Passionsspielgruppe dieses Stück von Alois Haider, in Österreich für seine Kabarett-Stücke bekannt ist, in Kurzfassung aufgeführt. Das Werk wurde nun von Martin Bernard aufgearbeitet und von Jürgen Schnele zusammen mit Barbara König musikalisch untermalt.  

18 Sprechrollen galt es für das Stück zu besetzen

Die Bühne ist noch nicht fertig, aber die Akteure proben bereits darauf. Regisseur Martin Bernard möchte so bald wie möglich die Laufwege in die Köpfe seiner Laienschauspieler bringen.

Die Dirgenheimer Truppe hat großes Ansehen, da sie das Leiden Christi immer auf eine andere Art und Weise darstellt. So bekommt der Zuschauer alle drei Jahre eine andere Sicht der Ereignisse geboten.

Im aktuellen Stück geht es um den Schmied Japhet, abwechselnd gespielt von Klaus Panni und Johannes Putschögel. Er bekommt vom hohen Rat den Auftrag, vier Nägel anzufertigen. Irgendetwas in seinem Innern sträubt sich dagegen, diese Nägel anzufertigen. Doch seine Frau Hannah, dargestellt von Christine Müller, drängt darauf, dass er den Auftrag ausführt.

Insgesamt 18 Sprechrollen hieß es für Regisseur Martin Bernard zu besetzen. Dazu kommen Kinder, Volk und ein Chor. Alle sollen auf der Bühne unterkommen.

Die Darsteller üben bereits seit Dezember

Bereits seit Dezember üben die Darsteller ihre Texte. Nun geht es mit den Proben in der Sankt-Georg-Kirche in die heiße Phase. Auch wenn die Bühne noch nicht komplett steht, hat der Spielleiter bereits eine genaue Vorstellung was sich wo, wie abspielt. So instruiert er die Akteure auf ihre Posten. Immer wieder feilt er noch an Kleinigkeiten, lässt den einen oder anderen Schauspieler sich noch ein wenig weiter zum Publikum drehen, stellt ihn weiter in den Vordergrund oder rückt noch einen Stuhl auf eine bessere Position.

Die Schauspieler machen es mit, geben selbst Hinweise, wie die Szene besser dargestellt werden könnte. So entsteht eine große Einheit, die sich akribisch mit jeder Umsetzung auseinandersetzt.

Alles wirkt noch sehr improvisiert, aber es ist zu spüren, wie alle darauf drängen, nach 2019 wieder eine Passion in Dirgenheim zu spielen.

Gespielt wird vom 10. März bis 2. April jeden Freitag, Samstag und Sonntag jeweils um 19:30 Uhr in der Sankt-Georgs-Kirche. Der Vorverkauf beginnt am 6. Februar. Karten gibt es: Im Landgasthof „Zum Kreuz“ in Dirgenheim; Friseursalon Blankenhorn, Bopfingen; Tourist-Service, Ellwangen und Tourist-Information, Nördlingen; oder direkt unter: https://www.passion-dirgenheim.de.

In der Dirgenheimer Sankt-Georg-Kirche haben die Proben für das Passionspiel "Nägel für ein Kreuz" begonnen. Regisseur Martin Bernard instruiert die Schauspieler, wie die Bühne einmal aussehen wird.
In der Dirgenheimer Sankt-Georg-Kirche haben die Proben für das Passionspiel "Nägel für ein Kreuz" begonnen. Regisseur Martin Bernard instruiert die Schauspieler, wie die Bühne einmal aussehen wird.

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