Propsteischule wird teurer als gedacht

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Der Umbau und die Erweiterung der Propsteischule in Westhausen kosten insgesamt rund 7,5 Millionen Euro.

Gremium muss Kostenüberschreitung von rund 110 000 Euro "schlucken".

Westhausen. "Bisher hatten wir Glück, jetzt hat es uns aber doch getroffen", sprach Westhausens Bürgermeister Markus Knoblauch am Mittwoch im Gemeinderat von der Kostensteigerung beim Umbau und der Erweiterung der Propsteischule. Vor allem bei der Vergabe des zweiten Bauabschnitts merke die Gemeindeverwaltung den Preisanstieg in der Baubranche. Habe man beim vergangenen Bauabschnitt noch Angebote mit vergleichbaren geringeren Kosten bekommen, sei das nun nicht mehr der Fall.

Die Folge: Statt der 2014 im Haushaltsplan veranschlagten rund 467 000 Euro, muss die Gemeinde rund 554 000 Euro bezahlen. "Wir haben eine Überschreitung von 110 000 Euro", sagt Knoblauch. "Handwerker können sich Aufträge aussuchen." So komme es zu hohen Kosten und ausgeschriebenen Angeboten, wie zum Beispiel rund 99 400 Euro für Außenputzarbeiten. "Aber wir müssen ja weitermachen. Wir können ja nicht mehr stoppen", meint Martina Butschek (CDU/ Freie Bürger). "Wir haben die Kostensteigerung vor vier Jahren in den Plan mitaufgenommen", sagt Architekt Mathis Tröster. Er warnt aber gleichzeitig: "Die Kosten addieren sich weiter hoch bis 2020." Und diese Preissteigerung im Handwerk werde sich erheblich niederschlagen.

Teurer gemacht habe das Projekt auch der Umstand, dass eine alte Wand außerplanmäßig mitsaniert werden muss. Trotz der Überschreitung stimmte der Gemeinderat, bei jeweils zwei Enthaltungen bei den Angeboten der Heizungsarbeiten und der Sanitärarbeiten, den Ausschreibungen zu.

Propsteischule Die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen sind in drei Bauabschnitte unterteilt. Insgesamt kostet das Projekt rund 7,5 Millionen Euro, bei Landeszuschüssen von 2,65 Millionen Euro. Aktuell hat die Gemeinde bereits 4 Millionen Euro verbaut, für den zweiten Bauabschnitt wurden insgesamt 1,2 Millionen Euro vergeben. Die vollständige Fertigstellung ist für das Schuljahr 2020 vorgesehen.

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