Revision im Prozess um kleinen Nick?

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Zu 14 Jahren Haft wurde der Angeklagte verurteilt. Foto: mas
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Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt.

Ellwangen/Bopfingen. Im Prozess um den Tod des kleinen Nicks ist das Urteil gesprochen worden. Zu 14 Jahren Haftstrafe hat das Landgericht den Angeklagten wegen Totschlags verurteilt. Bis zum vergangenen Freitag hatten Staatsanwaltschaft und Verteidigung Zeit, Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen. Bei der Pressestelle des Landgerichts in Ellwangen war auf Anfrage zu erfahren, dass beide Verteidigerinnen des Angeklagten und auch die Staatsanwaltschaft, diese aber zuungunsten des Angeklagten, Revision gegen das Urteil eingelegt haben. Sollten die Revisionen nicht zurückgenommen werden, wird der Bundesgerichtshof in Karlsruhe das Urteil auf Rechtsfehler überprüfen. Nur wenn dieser relevante Rechtsfehler findet, kann das Urteil aufgehoben und die Sache zu neuer Verhandlung zurückverwiesen werden, heißt es bei der Pressestelle weiter.

Die Verteidigerinnen hatten eine Strafe wegen Körperverletzung von maximal vier Jahren Haft gefordert, die Staatsanwaltschaft hatte eingangs dagegen gefordert, den Angeklagten wegen Mordes an dem kleinen Jungen zu verurteilen. Martin Simon

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