Digitale Medien für die Grundschulen

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Mit dem Medienentwicklungsplan soll es in Riesbürg digital nach vorne gehen.

Riesbürg. An den beiden Riesbürger Grundschulstandorten in Utzmemmingen und Pflaumloch sollen im Laufe des Jahres die digitalen Medien Einzug halten. Schulleiter Eberhard Geiger hat hierzu dem Gemeinderat einen entsprechenden Medienentwicklungsplan vorgelegt, in dem die Ziele für eine künftige Unterrichtsgestaltung aufgeführt sind und welche technische Ausstattung dafür benötigt wird.

Geiger räumte ein, dass die Riesbürger Grundschulen mit der Digitalisierung „relativ spät, aber nicht zu spät“ dran seien. Das Thema habe aktuell durch die Corona-Pandemie an Fahrt aufgenommen, was sich beispielsweise am Homeschooling zeige. Der Schulleiter machte deutlich, dass die digitalen Medien den analogen Unterricht nicht ersetzen, sondern unterstützen sollen.

Nachdem sich die Gesellschaft immer mehr zu einer Mediengesellschaft entwickle, werde Medienbildung zu einem wichtigen Bestandteil im Rahmen der allgemeinen Bildungsaufgabe, so Geiger. Ziel sei es, Kinder und Jugendliche so zu stärken, dass sie den Herausforderungen der Mediengesellschaft selbstbewusst mit den dafür notwendigen Fähigkeiten begegnen könnten. Wichtig zudem: Die Schüler sollen lernen, verantwortungsbewusst und kompetent mit den Medien umzugehen.

Damit die digitalen Lernformen auch funktionieren, bieten die beiden Schulgebäude in Pflaumloch und Utzmemmingen bereits wichtige Voraussetzungen. Sie sind mit Glasfaseranschlüssen und WLAN in allen Räumen ausgestattet. Im Sommer sollen dann laut Medienplanung die Klassen drei und vier mit Beamern und Apple TV ausgestattet und Tablets für die sechs Lehrkräfte angeschafft werden. Für den Herbst und Winter sind dem Plan zufolge entsprechende Geräte für die Klassen eins und zwei geplant. Danach werde die Gemeinde 40 Tablets für die Schülerinnen und Schüler anschaffen.

Insgesamt umfasst nach Aussage von Bürgermeister Willibald Freihart das Gesamtpaket für die künftige Medienausstattung der Riesbürger Grundschule knapp 45 000 Euro. Der Staat gewährt hierfür Fördermittel in Höhe von knapp 14 000 Euro aus dem Digitalpakt Schule. Hinzu kommt noch der jährliche Wartungsaufwand.

Freihart informierte darüber hinaus das Gremium über den Wunsch der Eltern- und Lehrerschaft, die Grundschule neu zu strukturieren. Aus den bisherigen kombinierten Klassen sollen nach deren Wunsch vier Jahrgangsklassen werden. Jeweils zwei Jahrgangsstufen würden dann an den beiden Schulstandorten unterrichtet. An Schulleiter Geiger richtete der Bürgermeister die Bitte, dem Gemeinderat zeitnah ein entsprechendes Konzept für eine mögliche Neuausrichtung der Klassen vorzulegen. Erst danach könne darüber entschieden werden.

Tablets an Schulen.

Rubriklistenbild: © pixabay

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