Erste virtuelle Versammlung der Riesbürger Feuerwehr

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Rudolf Raab ist ebenfalls 40 Jahre bei der aktiven Wehr.

Einzug ins neue Gebäude, Ende der analogen Alarmierung und Ehrungen.

Riesbürg. Die Freiwillige Feuerwehr Riesbürg hatte ihre erste – und wie Kommandant Thorsten Speer betonte – "hoffentlich auch einzige" virtuelle Hauptversammlung. Bereits im Vorfeld wurde dafür viel vorbereitet. Thomas Kuchar als "technischer Direktor" hatte alles gut unter Kontrolle. Damit ein wenig Hauptversammlungsgefühl "dahoim" aufkommen konnte, wurden an alle angemeldeten Teilnehmer noch "JHV-Pakete", mit Imbiss und Getränken ausgefahren.

Nachdem Gedenken an die verstorbenen Kameraden bedankte sich Kommandant Thorsten Speer bei den aktiven Kameraden, dass sie alle Einsätze Corona- konform bewältigt hatten und es zu keiner Infektion gekommen sei. "Corona macht vor Einsätzen nicht halt", sagte Speer.

Die Freiwillige Feuerwehr Riesbürg musste im Jahr 2020 zu zehn Einsätzen ausrücken. Die Mannschaft ist derzeit 65 Mitglieder stark, dazu kommen 33 Jugend-Feuerwehrler und die Altersabteilung mit elf Mitgliedern. Die Jugendarbeit der Feuerwehr in Riesbürg sei gut. Deshalb versuche die Feuerwehr derzeit ein Netzwerk mit den umliegenden Gemeinden und Firmen aufzubauen. Um den Jugendlichen auch in beruflicher Ebene Perspektiven zu geben und damit langfristig an die Feuerwehr zu binden.

In diesem Jahr möchten die Kameraden in das neue Gebäude in Pflaumloch einziehen. Durch die Pandemie kam es zu Verzögerungen. Hauptsächlich bei der Eigenleistung, da immer nur eine begrenzte Anzahl an Helfern anwesend sein durfte.

Thorsten Speer kündigte an, spätestens Ende März die analoge Alarmierung abzustellen, ab dann werde es nur noch eine digitale Alarmierung geben. Ebenso werde bis spätestens 1. Januar 2022 der digitale Funk in Baden-Württemberg eingeführt sein. Dafür ist die neue Homepage im Internet bereits eingestellt und erntet viel Lob.

Da die Übungen nur in Kleingruppen durchgeführt werden durften, hatte sich die Freiwillige Feuerwehr Riesbürg eine Sommerchallenge erarbeitet. Ein Lauf über neun Kilometer mit neun Übungsstationen. Dabei machten die Kameraden Bilder, um zu beweisen, dass sie wirklich die Runde absolviert hatten.

Heinz Mährle informierte über die eingeschränkten Treffen und Aktivitäten der Altersabteilung. So wurde dem ehemaligen Kommandant Fritz Amerdinger zu seinem 80. Geburtstag ein coronakonformes Ständchen gebracht.

Corona macht vor Einsätzen nicht halt

Thorsten Speer Feuerwehrkommandant Riesbürg

Wie gut die Nachwuchsarbeit in Riesbürg funktioniert, zeigte Wolfgang Kuchar auf. Hier sind 15 Jungen und Mädchen aktiv, bei den "Little Fire-Pirates" sind es 18 Kinder, die mit Spaß dabei sind. Aus der Jugendfeuerwehr wurden Jonas Hahn und Simon Wenig zu den Aktiven übernommen. Trotz vieler abgesagter Aktivitäten konnte durch ein interaktives Feuerwehrquiz und anderen Aktionen die Ausbildung weiterverfolgt werden.

Thomas Kuchar trug den Kassenbericht vor, der im Jahr 2020 mit einem leichten Verlust endete. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Ehrungen der Kameraden

Auch bei der virtuellen Hauptversammlung gab es Ehrungen verdienter Kameraden. Martin Eichberger wurde für 15 Jahre im Feuerwehrdienst mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Bronze ausgezeichnet. Michael Neumeyer, Herbert Feige und Rudolf Raab erhielten für je 40 Jahre im Feuerwehrdienst das Feuerwehrehrenzeichen in Gold. Michael Janku und Oliver Rühl wurden zu Löschmeistern befördert.

Zum Abschluss rief Thorsten Speer seine Kameraden auf, sich impfen zu lassen, sobald es geht. "Eine Pandemie zu überleben ist heute einfacher, als das, was unsere Vorgänger ertragen mussten", sagte Speer. Kreisbrandmeister Otto Feil lobte die Kameraden aus Riesbürg als eine "kleine Feuerwehr mit großem Engagement."

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Seit 40 Jahren bei der aktiven Wehr: Gold für Herbert Feige

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