In Riesbürg wird das Wasser teurer

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Der Preis für das Trinkwasser soll in Riesbürg von 2,65 Euro auf 2,99 Euro je Kubikmeter steigen. Laut Bürgermeister Willibald Freihart bedeute dies für einen Drei-Personen-Haushalt rund 45 Euro mehrkosten pro Jahr.
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Der Kubikmeterpreis für Trinkwasser steigt im kommenden Jahr auf 2,99 Euro. Die Gemeinde will rund 1,33 Millionen Euro in ihre Infrastruktur investieren und erneuert den Internet-Auftritt.

Riesbürg

Die Gemeinde Riesbürg will im kommenden Jahr rund 1,33 Millionen Euro in verschiedene Vorhaben investieren. Der größte Posten dabei sei die Erschließung des Gewerbegebietes Lerchenäcker im Ortsteil Pflaumloch mit einem Betrag von 800.000 Euro, erklärte Bürgermeister Willibald Freihart bei der Vorberatung des Finanzhaushaltes für 2022 im Gemeinderat.

130.000 Euro plane die Kommune für die Sanierung des sonderpädagogischen Bildungszentrum „Stauferschule“ in Bopfingen ein, wo Riesbürg Mitglied im Schulverband ist. Jeweils 100.000 Euro sehe die Verwaltung für den allgemeinen Grunderwerb und die Anschaffung eines Notstromaggregates vor.

Weitere größere Posten sind Freihart zufolge die Sparten Straßenunterhalt (150.000 Euro) und die Kanalsanierung (200.000 Euro). Beide Haushaltsansätze stehen im Ergebnishaushalt, die vor Einführung der doppelten Buchführung in den baden-württembergischen Kommunen als laufende Ausgaben im Verwaltungshaushalt aufgeführt gewesen wären.

Nicht anheben will die Kommune im kommenden Jahr die Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer. Der Bürgermeister kündigte jedoch eine Erhöhung des Wasserzinses an. Aktuell liege dieser bei 2,65 Euro pro Kubikmeter. Der Preis werde voraussichtlich auf 2,99 Euro steigen. Für einen Drei-Personen-Haushalt wären dies laut Freihart 45 Euro pro Jahr.

Gemeinderätin Barbara Schäble erkundigte sich nach der ins Auge gefassten Sanierung der Goldbergstraße in Goldburghausen. Rathauschef Freihart meinte hierzu, für 2022 sei die Planung dafür vorgesehen. Wann die Maßnahme letztlich umgesetzt werde, müsse man sehen.

Haushalt

Zuvor hatte Kämmerer Thomas Freymüller einen Zwischenbericht zum laufendend Haushalt gegeben, der rundweg positiv ausfiel. Beim Ergebnishaushalt liege der Ertrag um 540.000 Euro über dem Planansatz. Als Gründe nannte Freymüller unter anderem höhere Gewerbesteuereinnahmen (statt einer Million wahrscheinlich 1,3 Millionen Euro) sowie mehr Schlüsselzuweisungen vom Land Baden-Württemberg. „Darüber hinaus läuft gerade viel bei den Bauplatzverkäufen“, ergänzte der Kämmerer. Durch die verbesserte Einnahmesituation entstehe ein „Polster“ für den Etat des nächsten Jahres.

Freymüller wies gleichzeitig darauf hin, dass wegen der hohen Steuerkraft der Gemeinde 2020 die Finanzzuweisungen des Landes 2022 zurückgehen würden. Er rechne auf diesem Sektor mit 1,5 Millionen Euro weniger.

Neuer Internetauftritt

Neu gestaltet werden soll die Homepage der Gemeinde Riesbürg. Der Relaunch sei wegen vorgeschriebener Anpassungen und Aktualisierungen bezüglich Barrierefreiheit, Datenschutz und Gebärdensprache notwendig, erläuterten die beiden zuständigen Mitarbeiterinnen der Verwaltung, Margarita Lendegrin und Isabel Mayer. Künftig werde es eine Bürger-App, Online-Terminreservierungen sowie einen digitalen Hallenbelegungsplan im Internet geben.

Den Auftrag dafür erteilte der Gemeinderat der Firma CM City Media aus Bühlerzell.

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