Mehr Platz für die Feuerwehr

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Eingeengt zwischen Altem Rathaus (rechts) und Hofstelle kann sich das Feuerwehrgerätehaus in Röttingen nicht mehr ausweiten. Ein Neubau soll es richten.

Über das neue Feuerwehrgerätehaus.

Lauchheim-Röttingen. Schon ein Feuerwehrbedarfsplan vom November 2017 machte es deutlich: Beim Feuerwehrgerätehaus in Röttingen besteht dringender Handlungsbedarf, denn weder Umkleidebereiche noch Sanitärräume stehen den Kameraden zur Verfügung.

Durch einen möglichen Flächentausch rückt nun ein Neubau in greifbare Nähe. So könnte bereits im Jahr 2020 anstelle der benachbarten alten Hofstelle ein neues Feuerwehrgerätehaus entstehen.

Weil aber die Entwürfe eines Architekten zunächst nur dem Gemeinderat in Lauchheim vorgestellt wurden, zeigten sich in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats Röttingen einige Räte etwas "verschnupft".

Quasi über Nacht sei auf die Schnelle über das Vorhaben entschieden worden, so hieß es. "Der Ortschaftsrat musste es aus der Presse erfahren", kritisierte Markus Diemer (CDU). Auch wenn er gegen die Pläne grundsätzlich aber nichts einzuwenden habe.

Wie kurzfristig letztlich alles vonstattengehen musste, erläuterte Bürgermeisterin Andrea Schnele: "Der flächengleiche Tausch des Rathausgrundstückes mit einer Teilfläche der benachbarten Hofanlage steht erst seit dem vergangenen Dezember zur Diskussion. Der nötige Zuschussantrag über die geplanten zwei Fahrzeugboxen musste jedoch bereits bis zum 15. Februar gestellt werden." In Rekordzeit seien von Architekt Andreas Günther die Vorentwürfe erstellt und erst einen Tag vorher dem Gemeinderat in der Sitzung vorgelegt worden.

Würde der Zuschuss bewilligt, wäre das für Röttingen aber nur die halbe Miete. "Uns fehlt noch Geld aus dem Ausgleichsstock", so Schnele, die als Termin für die nötige Antragsstellung den 31. Januar 2020 nannte. Bis dahin könne an den Vorentwürfen noch etwas geändert werden, beruhigte sie auf Nachfrage. "Dann muss es passen."

Die Kosten für das neue Feuerwehrgerätehaus in Röttingen sind auf 665 000 Euro beziffert. Zusätzlich sind 182 000 Euro für den Anbau eines Verkaufsraums eingeplant, der so wie bisher im ehemaligen Rathaus zum Verkauf von Wurst- und Backwaren genutzt werden soll.

Hierzu appellierte Bürgermeisterin Schnele an die Ortschaftsräte und Bevölkerung, Ideen einzubringen, falls dieser Verkaufsraum anderswo besser aufgehoben wäre.

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