Schimmel in Bopfinger Staufer- und Grundschule: Turnhalle und Schule geschlossen

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Während der Sanierungsarbeiten an der Stauferschule ist Mittwoch vergangene Woche Schimmelbefall festgestellt worden. Die Stadtverwaltung hat daraufhin als Vorsichtsmaßnahme sofort Stauferschule, Stauferhalle und die Grundschule Schlossberg vorübergehend geschlossen.
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Die Stadt Bopfingen hat als Vorsichtsmaßnahme Staufer- und Grundschule plus Stauferhalle geschlossen, nachdem Schimmelbefall entdeckt wurde.

Bopfingen-Schloßberg In Schloßberg sind die Stauferschule, die Grundschule und die Stauferhalle seit einer guten Woche geschlossen. Der Grund: Bei den derzeitigen Sanierungsarbeiten in der Stauferschule ist in sechs Klassenräumen Schimmelbefall festgestellt worden. Das sagen die Betroffenen dazu:

Die Schulen: Am Mittwochnachmittag kam die Info von der Stadt. In der Stauferschule war am Morgen Schimmel gefunden worden. Die Vorgabe: Keiner darf mehr ins Gebäude. Da galt es schnell Lösungen zu finden. Mit Hilfe der Elternbeiräte wurden sämtliche Eltern abtelefoniert. Die Info: „Ab morgen ist Homeschooling.“ Durch die Corona-Pandemie dürften die Schülerinnen und Schüler immerhin erprobt sein.

Ab nächster Woche gibt’s Präsenzunterricht – für die Grundschüler im Wechsel mit Fernlernen. Sie dürfen dafür in die Realschule, die vier Klassenräume zur Verfügung stellt. Für die Klassen 1 bis 4 der Stauferschule stellt die Werkrealschule Räume zur Verfügung, die Klasse 9 kommt im Gymnasium unter. „Das war uns wichtig, dass die Präsenzunterricht bekommt, weil da ja bald die Prüfungen anstehen“, so Pavel. Die Klassen 5 bis 8 überbrücken mit Fernunterricht. „Für unsere Kinder ist das grade spannend. Die freuen sich schon, mal in einer anderen Schule unterrichtet zu werden“, weiß Fiebiger. 

Die Schließungen sind eine Vorsichtsmaßnahme."

Andreas Rief, 1. Beigeordneter

Die Eltern: „In Schloßberg kocht die Seele hoch“, sagt eine besorgte Oma. Eine Menge Unsicherheit und Angst sind da. „Keiner darf mehr in die Gebäude zur Sicherheit. Aber unsere Kinder haben sich die ganze Zeit in den Räumen aufgehalten. Haben nicht mal mehr Masken getragen in den letzten Wochen. Manche haben Asthma. Das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Auch die Frage, ob bei der Beseitigung des Schimmels Chemikalien zum Einsatz kommen, steht im Raum.

Jacken, Turnbeutel, Hausschuhe - alles sei noch in der Schule. Andere fragen sich, wie lange die Schulen geschlossen bleiben. Gibt es bis zu den Sommerferien Homeschooling? Was bedeutet das für die schulische Leistung? Viele Eltern kennen das Thema Leistungsabfall während Homeschooling nur zu gut. Und was bedeutet es für die eigene berufliche Situation, wenn die Kinder wieder zuhause versorgt sein müssen, aber eigentlich das Büro ruft?

Schnell wurde eine Lösung gefunden: Die acht Grundschulklassen bekommen online ihre Aufgaben zugeteilt, abgeben dürfen sie dann, wenn sie ihre Lehrer sehen, beispielsweise am Wander- oder Sporttag, die nun spontan vorverlegt wurden. Bei den sechs Klassen der Stauferschule ist an den Vormittagen Unterricht per Videokonferenz. Für die Notbetreuung haben Fiebiger, Stauferschule-Konrektor Marius Pavel und ihre Kollegen Räumlichkeiten im alten Marienheim organisiert. „Wie die Lehrer das grade machen, das ist super gut“, sagt die Oma. Die Kleinen freuten sich, mal zur Abwechlung in die Schule der Großen gehen zu dürfen. Die Situation mache ihr dennoch ziemlich Sorgen.

Die Stadtverwaltung: Seit April wird die Stauferschule generalsaniert. Böden, Decken, Lampen, Elektrik, Fenster. Am Mittwoch vergangener Woche nun haben sich die Handwerker die abgehängten Decken vorgeknöpft, diese abgenommen. Dabei kam der Schimmel zum Vorschein. Sofort wurden Proben genommen, die Schulleitungen informiert. Andreas Rief, Erster Beigeordneter der Stadt Bopfingen, erklärt, dass es sich vermutlich um ungefährlichen Schwarzschimmel handle. "Welche Sporen genau es sind, wird noch im Labor untersucht. Wir wollen auf Nummer sicher gehen.“

Die Schließungen seien eine Vorsichtsmaßnahme. Auch die angrenzende Stauferhalle und die Grundschule seien umgehend untersucht worden. Das Ergebnis: Hier gibt’s keine befallenen Bauteile, doch in der Raumluft wurden ebenfalls Schimmelsporen nachgewiesen. „Die Sporen haften sich an der Kleidung an und werden so auch in die eigentlich nicht betroffenen Teile des Gebäudekomplexes transportiert und verteilen sich dort“, erläutert Rief.

Vor einigen Jahren hatte es in der Stauferschule einen Wasserschaden gegeben, erklärt Bauleiter und Schimmelsachverständiger Eugen Zeller. Der sei damals behoben worden. „Vermutlich ist da eine Restfeuchte geblieben. Wegen der abgehängte Decken war das von außen nicht ersichtlich.“ Durch die Wärme in den Räumen hätten sich die Sporen dann wohl weiterentwickelt. Am Dienstag gab es weitere Probenentnahmen. Deren Ergebnis hat das Labor nach fünf bis sieben Tagen.

Bis nach den Pfingstferien soll das Gebäude wieder genutzt werden können. Die Fachfirma aus Tauberbischofsheim, die die Stadtverwaltung beauftragt hat, arbeitet mit Hochdruck, teilweise mit 20 Mann. Besprüht, saugt ab, reinigt. Die DJK Flochberg, der FC Flochberg und die Burgnarren sind informiert, dass sie die Halle gerade nicht nutzen können. Ist die Fachfirma mit allem durch, werden nochmal Kontrollmessungen gemacht. Wenn deren Ergebnis gut ist, ist für die Schloßberger Schüler und Lehrer die "schulfreie“ Zeit zuende und sie können zurück in ihre angestammten Räume.

Während der Sanierungsarbeiten an der Stauferschule ist Mittwoch vergangene Woche Schimmelbefall festgestellt worden. Die Stadtverwaltung hat daraufhin als Vorsichtsmaßnahme sofort Stauferschule, Stauferhalle und die Grundschule Schlossberg vorübergehend geschlossen.

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