Weg frei zur Sanierung der Stauferschule

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3,5 Millionen Euro müssen investiert werden. Ein neues Raumkonzept und Digitalisierung sind geplant. Ende der Sommerferien 2023 soll alles erledigt sein.

Bopfingen-Schloßberg

Seit 42 Jahren steht die Stauferschule neben der Stauferhalle und der Grundschule Schloßberg. Vor zehn Jahren wurde das Dach repariert, nun soll eine umfangreiche Sanierung des Gebäudes erfolgen. Die Trägergemeinden Bopfingen, Kirchheim, Lauchheim, Neresheim und Riesbürg haben die Weichen gestellt. „Es hat sich wegen Corona und anderer Projekte in den Gemeinden hingezogen,“ sagt der Vorsitzende des Schulverbandes Stauferschule, Kirchheims Bürgermeister Willi Feige.

Ein Vorteil, wie sich nun ergibt, denn aus dem Schulbauförderprogramm waren seither 500.000 Euro als Zuschüsse für das 3,5 Millionen Euro Projekt vorgesehen. Nun kommen weitere 1,15 Millionen Euro Zuschüsse aus dem Ausgleichsstock dazu.

Jede Gemeinde hat für sich diesen Antrag gestellt und jeder Gemeinde hat das Land den Antrag genehmigt. Den Löwenanteil an den 3,5 Millionen Euro müssen Bopfingen und Neresheim aufbringen - zwei Millionen Euro zahlen die „Großen“. „Bei der Vorstellung des Projekts in der Schulverbandsversammlung haben Eltern und Lehrer viel Interesse gezeigt,“ sagt Willi Feige. „Das zeigt, dass sie die Maßnahme mittragen.“

Das gesamte Lehrerkollegium hat das Raumkonzept überdacht und Vorschläge eingebracht. So soll nun das Lehrerzimmer vom Erdgeschoß in den ersten Stock wandern. Stattdessen ist im Erdgeschoß ein Schülercafé geplant. Versetzung der Wände soll die Raumstruktur verbessern, um eine Ganztagesbetreuung besser zu ermöglichen.

Der Technik-Bereich wird neu gegliedert. „So können die Schüler die praktischen Möglichkeiten besser nutzen,“ erklärt Schulleiterin Sabrina Krakow. „Wir haben immer im Blick, was bringt es den Schülern und was ist wichtig für die Pädagogik.“

Die Räume sollen funktionaler werden, digitale Tafeln sind ein Aspekt, wie überhaupt der Bereich Digitalisierung bei der Sanierung stark berücksichtigt wird.

Wichtig ist auch Barrierefreiheit. Hierfür wird ein Aufzug in das Gebäude eingebaut.

Auch für die Lehrerschaft soll das Gebäude attraktiv werden. „Wir hoffen, dadurch leichter Lehrer an die Schule binden zu können,“ sagt Krakow.

Der Fokus der Schule liegt auf den Übergängen der Schüler, entweder in den Beruf oder in allgemeine Schulen. Deshalb wurde eine iServ-Lösung angestrebt. „Dann fällt der Wechsel leichter,“ ist sich die Rektorin sicher.

Ein wichtiger Aspekt ist der Brandschutz. „Das ist die wichtigste Kategorie,“ sagt Feige. Der Brandschutz sei zwar gut, aber nicht auf dem neuesten Stand. Das soll der Umbau ändern. Die Außendämmung, die Fenster, alles Punkte die Feige aufzählt.

„Alle sollen miteinbezogen werden,“ sagt Sabrina Krakow. Das heißt Schüler, Eltern und Lehrer planen bei der Ausstattung mit. Auch der Förderverein „Startklar“ bringt sich ein.

Die Umbauten sollen im laufenden Schulbetrieb in zwei Teilen erfolgen. Der erste Teil beginnt mit den Pfingstferien 2022 und dauert bis zum Ende der Sommerferien 2022, Teil 2 erfolgt von den Pfingstferien 2023 bis Ende Sommerferien 2023.

„In zwei Jahren feiert der Schulverband Stauferschule sein 50-jähriges Bestehen. Da wollen wir die Einweihung mitfeiern,“ hofft der Vorsitzende des Verbandes. Es werde im Hintergrund viel zu organisieren geben. „Da habe ich eine hohe Achtung vor der Schulleitung, was diese stemmen muss,“ sagt Willi Feige zum Schluss.

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