Schwerpunkt soll auf Innenentwicklung liegen

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In Kirchheim beginnt die Planung für den Ausbau der „Grauen Flecken.“

Kirchheim. Der Regionalplan wird bis 2035 fortgeschrieben. Der Gemeinderat Kirchheim hat sich nun damit beschäftigt. Zugeschaltet war Jonas Wolf vom Regionalverband.

Regionalplan: Der Regionalplan ist Handlungs- und Maßnahmenplan, mit dem die Entwicklung der Region gesteuert wird, um attraktive Lebensverhältnisse für Menschen zu schaffen. Dazu gehören bedarfsgerechte Wohnstätten, Infrastruktur, Arbeitsräume und Naturräume.

So werden hier Festsetzungen zur künftigen Entwicklung von Wohn- und Gewerbeflächen getroffen. Belange des Freiraums werden durch Gebietsfestlegungen mit Schutzfunktion dargestellt. Auch Gebiete, die für erneuerbare Energien geeignet sind, werden im Regionalplan ausgewiesen, wie auch Trassen für die Infrastruktur festgelegt.

Sehr ertragreiche Fläche

Jonas Wolf sagte, dass es in Kirchheim verschiedene Vorranggebiete gebe. Kirchheim sei geprägt von sehr ertragreicher landwirtschaftlicher Fläche, die nicht veränderbar sei. Daher solle hier primär die Innenentwicklung vorangebracht werden.

Der Regionalplan könne alle drei Jahre angepasst werden. Dies ist für Bürgermeister Danyel Atalay ein wichtiger Punkt. Wolf erklärte, die Trassenführung der B29n sei nicht mit eingeplant, da hier noch keine Variante feststehe.

Schnelles Internet: Im Juni 2022 hat der Bund Kirchheims Förderantrag für das „Graue-Flecken-Programm“ bewilligt. Im Oktober 2022 folgte der Antrag auf Landesebene. Nun kann in Kirchheim ein flächendeckendes FTTB-Netz aufgebaut werden. Das Gesamtvolumen der Maßnahme beträgt 5,7 Millionen Euro, davon werden 90 Prozent gefördert.

Der Gemeinderat vergab die Planungs- und Ingenieurleistungen an die Geo Data in Westhausen für gut 491 000 Euro. Abzüglich der Förderung muss Kirchheim dafür knapp 55 000 Euro aufbringen. Die Detailplanung, die nun in Auftrag gegeben wurde, wird acht Monate dauern.

„Kleines Feldle Süd“: Im Bebauungsplan „Kleines Feldle Süd“ geht es weiter. Martin Todtenhaupt vom Ingenieurbüro Gansloser stellte in der Sitzung den dritten Plan vor. Darin sind die Vorgaben des Gemeinderates vom Januar eingearbeitet. So wird der Wendehammer für eine eventuelle Weiterführung umwandelbar sein. Je Grundstück soll mindestens ein Obstbaum gepflanzt werden. Eventuell soll es möglich werden, Mehrfamilienhäuser zu bauen. Die Umwandlung von Grünfläche zum allgemeinen Wohngebiet ist erfolgt. Ebenso wurde das Artenschutzgutachten veröffentlicht, das keine Verbotsartbestände feststellt.

Die Verwaltung ist zuversichtlich, weiter im Zeitplan arbeiten zu können. Noch 2022 soll die Entwurfs- und Genehmigungsplanung beendet werden, die Ausführungsplanung bis Februar 2023 erfolgen und die Ausschreibung im Mai abgeschlossen sein. Die Erschließung könnte dann im Juni beginnen. Ab 2024 könnte der Verkauf der Grundstücke beginnen.

Abriss: Hierzu gehört auch, dass das Anwesen Huftenstraße 20 abgebrochen wird. Das Gremium vergab dazu die Untersuchung der Gebäudesubstanz zur Vorbereitung der Abbruchausschreibung an die Geotechnik Aalen zum Preis von gut 6000 Euro. Diese prüft nun das Gebäude auf etwaige Gefahr- und Schadstoffe. ⋌Michael Scheidle

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