12.500 Euro für die Ukraine

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v.l. Bürgermeister Dr. Gunter Bühler, Yvonne Irtenkauf (DRK), Stefan Arnold (Lions-Club), Matthias Wagner (DRK), Jürgen Abele (Lions-Club), Christoph Bezler (Lions-Club), Sabine Nemesch (DRK), Michaela Schnell (Hausleitung)
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Was die Mitglieder des Lions Club Kocher-Jagst auf die Beine gestellt haben und wofür das Geld verwendet wird.

Bopfingen. Die Mitglieder des Lions Club Kocher-Jagst opfern ihre Freizeit immer wieder für einen guten Zweck. So übergaben die Lions jetzt 12 500 Euro an das Deutsche Rote Kreuz. Das Geld kommt den Flüchtlingen aus der Ukraine zugute, welche derzeit im DRK-Gästehaus Bopfingen leben.

Das Geld kam durch den Verkauf von gebackenen Hasen zusammen. Die Mitglieder des Lions Club Kocher-Jagst haben diese selbst gebacken, verziert und verpackt. Insgesamt 1100 Hasen wurden für diese Aktion unter der Leitung von Harry Ulrich dem „Spionbäck“ hergestellt. Durch den Verkauf der Hasen kamen 3500 Euro zusammen. Den Rest von 9000 Euro spendeten Mitglieder sowie Freunde und Bekannte.

Kreisgeschäftsführer Matthias Wagner freute sich sehr über die Spende. „Seit dem 24. Februar ist die Welt nicht mehr in Ordnung,“ sagte Wagner. Schon früh habe man sich Gedanken gemacht und in Zusammenarbeit mit der Stadt Bopfingen das ehemalige Pflegeheim reanimiert. Schnell musste es gehen, um die Glühbirnen zu wechseln, Wasserhähne wieder gängig zu machen und was sonst noch nach dem Schlaf des Hauses anfiel. Die Gäste erhalten hier eine warme Mahlzeit am Tag. Diese wird finanziert durch das DRK und durch die Wirtsfamilie Senz organisiert.

„Es geht zu wie in einem Hotel,“ beschreibt Hausleiterin Michaela Schnell die Situation. Mittwochs kommen neue Gäste an und werden auf zur Verfügung gestellte Wohnungen verteilt. „Die Hilfsbereitschaft ist gegenüber 2015 riesengroß,“ dankt Bürgermeister Dr. Gunter Bühler seinen Bopfingern. „Es ist eine Stadt der kurzen Wege,“ fügt Wagner an. „Die Helferstruktur und das gute Ehrenamtnetzwerk ist hervorragend,“ freut sich Sabine Nemesch, die stellvertretende Kreisgeschäftsführerin.

Derzeit sind 83 Personen in Bopfingen untergebracht. Diese werden von ehrenamtlichen Helfern begleitet, wenn sie zum Arzt müssen oder bei Behördengänge. Durch die Hilfe der Ehrenamtlichen ist jederzeit ein Ansprechpartner da. Ukrainer, die bereits seit längerer Zeit in Bopfingen leben helfen bei Übersetzungen. Die Grundschule sowie die Werkrealschule haben eine Klasse für die Kinder eingerichtet. „Der Deutschunterricht wird begeistert angenommen“, sagt die DRK-Integrationsbeauftragte Yvonne Irtenkauf.

Auch die Telekom unterstützt das Gästehaus in Bopfingen. Schnell konnte hier eine Struktur für WLAN und Internet aufgebaut werden. Viele Schüler machen von Bopfingen aus Homeschooling in Kiew. Michael Scheidle

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