208 Einsätze in den Jahren 2020 und 2021 gemeistert

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Zum Abschied gab es eine einzigartige Uhr.
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Freude bei Versammlung über guten Ausbildungsstand und hohen Frauenanteil.

Bopfingen Eine starke Truppe ist die Feuerwehrabteilung Bopfingen: 52 Männer und zehn Frauen sind im aktiven Dienst. Bei der jüngsten Hauptversammlung berichtete Abteilungskommandant Andreas Mailänder von einer guten Tagesverfügbarkeit. Auch der Ausbildungsstand sei auf gutem Niveau. Erfreulich sei auch, dass der Mitgliederstand, trotz Pandemie stabil blieb. Aus der Jugend sind drei Nachrücker zu verzeichnen. Nach langer Zeit gibt es auch wieder einen Quereinsteiger, der nicht aus der eigenen Jugend oder einer anderen Feuerwehr nach Bopfingen kam.

Trotz Corona-Beschränkungen konnte die Abteilung verschiedene Ausbildungen abhalten. So lief in den vergangenen zwei Jahren Grundausbildung sowie die Ausbildung von Sprechfunkern und Atemschutzträgern. Es gab zudem Lehrgänge zum Truppführer, Gruppenführer und Jugendgruppenleiter. Die meisten Seminare liefen online. Mailänder sieht hierin auch die Zukunft. „Wir mussten sonst wegen zwei Stunden in die Feuerwehrschule nach Bruchsal fahren“, sagt er.

Bedauerlich sei, dass es keine Kameradschaftsabende geben konnte, eine wichtige Säule in der Feuerwehrfamilie.

2020 gab es insgesamt 95 Einsätze, 2021 waren es 113. Ein Drittel davon waren Fehlmeldungen durch Brandmeldeanlagen. „Das ist ärgerlich, weil die Freiwilligen von der Arbeit wegrennen müssen,“ sagte Mailänder. Jedoch gab es auch einen Einsatz, den die Beteiligten zunächst für einen Fehlalarm hielten. Am Ende wurde es ein wichtiger Einsatz, um ein Feuer zu verhindern.

Mailänder bedankte sich für die große Unterstützung seitens der Stadt Bopfingen, der es zu verdanken sei, „dass wir immer auf dem Stand der Technik sind“.

Bürgermeister Dr. Gunter Bühler lobte das Engagement der Feuerwehrleute. „Die Bürger haben immer gewusst, die Feuerwehr ist einsatzbereit“, sagt er. Für ihn ist das Thema Gleichberechtigung bei der Feuerwehr Bopfingen längst angekommen, da hier auch Feuerwehrfrauen aktiv seien. „Feuerwehrleute kommen in Situationen, die keiner erleben möchte,“ sagte Bühler und ging auf das Thema Resilienz ein. Er hob den Katastrophenschutz hervor, der immer wichtiger werde. „Es ist gut, zu wissen, dass es eine Truppe gibt, die hilft.“ Zum Schluss wünschte er sich wieder eine „Feierwehr“, da hier die wichtige Kameradschaft gepflegt werden können.

Den Dank des Gemeinderates überbrachte Thomas Trautwein. Schloßbergs Ortsvorsteher Albert Kratzel meinte als Vertreter der Ortschaften: „Uns ist nicht Bange vor der Zukunft, bei dieser Truppe.“

Beförderungen und Abschiede

Zu Feuerwehrfrauen und -männern befördert wurden Emily Olschweski, Laura Smitka, Annika Walter und Nikolas Graf, zum Hauptfeuerwehrmann Stephan Mailänder. Aus dem aktiven Dienst verabschiedet wurde nach 26 Jahren Jürgen Nille.

Seine letzte Hauptversammlung in der Abteilung Bopfingen erlebte Klaus Kurz als Kommandant der Bopfinger Gesamtwehr. In seinem Grußwort erinnerte er an den Beginn der Pandemie. „Insgesamt 13 Dienstanweisungen musste ich in dieser Zeit herausgeben,“ vergegenwärtigte er. Doch bis heute habe die Einsatzbereitschaft dadurch keinen Schaden genommen.

Klaus Kurz gab dann noch einen Rückblick auf sein Feuerwehrleben, in dem er drei Kreisbrandmeister, drei Bopfinger Bürgermeister und 20 Fahrzeuge erlebt hat. ⋌Michael Scheidle

Die Beförderten mit Bürgermeister Dr. Gunter Bühler (links); Kommandant der Abteilung Andreas Mailänder (2. v.l.) und Klaus Kurz (Kommandant Gesamtwehr)
Die Beförderten und Verabschiedeten mit Bürgermeister Dr. Gunter Bühler (links); Kommandant der Abteilung Andreas Mailänder (2. v.l.) und Klaus Kurz (Kommandant Gesamtwehr)

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