Am Ipfhof wird gehämmert und gestaubt

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Der Ipfhof wird innen neu aufgestellt.
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Wie es vorangeht, wo die Bewohner unterkommen und was alles geplant ist.

Bopfingen

Wer von Bopfingen nach Kirchheim am Ries unterwegs ist, dem fällt es sofort auf. Der Ipfhof wird saniert. Das traditionsreiche Haus, das als Hotel, damals mit einem sehr hohen Standard, errichtet wurde, bekommt ein neues Ambiente. „Wir wollen das Thema der Gastfreundschaft beibehalten,“ erklärt Hausleiter Wolfgang Wagner. Der Ansatz dazu wird neu. Im Ipfhof entstehen Senioren-Appartements, mit kleiner Kochnische und Bad. So wohnt jeder in seinem Zuhause. Es sind keine fertig eingerichteten Zimmer, jeder Gast darf sein Appartement individuell einrichten, mit seinen Lieblingsmöbeln. So wird eine vertraute, heimische Atmosphäre für die Bewohner geschaffen. Alle Wohnungen sind natürlich barrierefrei. Im Haus selbst ist ein Pflegedienst rund um die Uhr verfügbar, der seine Dienste anbietet. Insgesamt entstehen so 22 Wohnungen, die von Einzelpersonen und auch Ehepaare bezogen werden können. „Dazu werden wir Tagespflegeplätze schaffen,“ erklärt Wolfgang Wagner. 40 Plätze werden so unter dem Ipf entstehen. Dafür werden drei große Räume, mit wunderbarer Sicht auf Bopfingen und die Ruine Flochberg geschaffen. Große Fenster werden für Helligkeit sorgen und Gemütlichkeit sorgen. Die Tagespflege wird dann sieben Tage in der Woche angeboten, mit verlängerten Öffnungszeiten, um den Wünschen der Angehörigen zu entsprechen. „Wir wollen uns für Gäste nach Außen öffnen,“ sagt Wagner. Im September dieses Jahres wurde in einer generalstabsmäßig geplanten Aktion, die Bewohner des Ipfhofes ins neuerbaute disloziert. „Wir haben alles von langer Hand geplant,“ erzählt der Haus-Leiter des Ipfhof. Die 28 Bewohner des Ipfhofes frühstückten noch im ehemaligen Restaurant des Hotels, wurden dann abgeholt und nach Rainau gefahren, dort konnten sie nach dem Mittagessen ihre Zimmer beziehen, in denen bereits alles aus Bopfingen gebracht wurde. „Logistik hat alles gut geklappt,“ lobt Wolfgang Wagner und dankt den beteiligten Personen und Firmen. In Rainau ist das neue Seniorenhaus „Am Bächle“ bereits im gleichen Konzept, wie es in Bopfingen kommen wird. Die Bewohner haben die Option nach dem Umbau in Rainau zu bleiben oder nach Bopfingen zurückzukommen. „Wir haben einige Bewohner, deren Angehörigen in Ellwangen wohnen, da bietet sich Rainau natürlich an,“ sagt Wagner. Der Umbau des Ipfhofes hat Ende November begonnen. „Es ist eine große Herausforderung,“ beschreibt der Vorarbeiter der ausführenden Firma Taglieber, Bernd Schöllhammer, die Arbeiten. Die Arbeiter stoßen auf unterschiedliche Materialien, die getrennt entsorgt werden müssen. „Für die damalige Zeit, wurde dieses Haus sehr gut gebaut,“ sagt Schöllhammer. Die Zimmer waren durch Schallschutzwände voneinander getrennt. Jetzt müssen diese Wände weichen, da die Zimmer größer werden. Die Firma Taglieber hat bereits den Anbau am Ipfhof 2012 als Generalunternehmer durchgeführt. Bei Seite legen Wert darauf, dass die Arbeiter nach deutschem Tarif bezahlt werden und auch in Deutschland gemeldet sind. Nun wird also im Ipfhof gehämmert, gerissen, und derzeit viel gestaubt. Außen wurden ein Gerüst und Kran aufgebaut. In den nächsten Tagen soll eine neue, große Dachgaube eingesetzt werden. So können die Bewohner, den Ausblick auf die Ruine Flochberg und die Stadt unterm Ipf wieder genießen.

"Wir wollen das Thema der Gastfreundschaft beibehalten."

Wolfgang Wagner , Hausleiter, Ipfhof
Wöchentliche Besprechnung: Vorarbeiter Bernd Schöllhammer (links) und Hausleiter Wolfgang Wagner (rechts)

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