Anlieger werden zur Kasse gebeten

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In Trochtelfingen wird die Hermann-Hahn-Straße komplett saniert. Auf dem Abschnitt von der Einmündung Andreasstraße (links im Bild) bis zur Einmündung Weiherstraße werden Anlieger bei der Erschließung zur Kasse gebeten.
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Gremium beschließt die Komplettsanierung der Hermann-Han-Straße in Trochtelfingen. Die Anlieger im nördlichen Bereich werden an den Erschließungskosten beteiligt.

Bopfingen

Anlieger in der Trochtelfinger Hermann-Hahn-Straße werden zur Kasse gebeten. Die Stadt saniert die Straße komplett. Das hat der Gemeinderat nun mehrheitlich beschlossen.

Tiefbau- und Straßengestaltungsmaßnahmen vom Kreuzungsbereich Andreasstraße bis zum südlichen Ende der Straße im Bereich der Egerbrücke Richtung Freibad sind vorgesehen. Weiter sollen punktuell schadhafte Kanalabschnitte sowie die komplette Wasserleitung samt Hausanschlüssen saniert oder ausgetauscht werden. Die Straßenbeleuchtung wird erneuert, die Zuleitungen hierfür unterirdisch verlegt und parallel dazu werden Leerrohre für schnelles Internet verlegt.

Die Maßnahme wurde in zwei Abschnitte unterteilt, da für den nördlichen Bereich der Andreasstraße bis Höhe zur Einmündung Weiherstraße Straßenerschließungsbeiträge anfallen.

Trochtelfingens Ortschaftsrat hat sich bereits mehrfach mit dem Projekt befasst und nun der Stadt vorgeschlagen, den Ausbau des gesamten Bauabschnittes ohne Gehweg auszuführen, da für die Anlage eines Gehwegs Grunderwerb nötig wäre, der Eigentümer aber nicht verkauft. Weiter solle im ersten Bauabschnitt durch einen Ausbau mit Bordsteinen für eine geregelte Straßenentwässerung gesorgt werden.

Im zweiten Bauabschnitt – von der Weiherstraße bis zur Egerbrücke – soll lediglich ein befestigtes überfahrbares Bankett angelegt werden, die Entwässerung erfolgt dann über die Böschungsschulter.

Die Gesamtkosten für die vorgeschlagene Ausbauvariante belaufen sich auf für den ersten Bauabschnitt auf brutto rund 150.000 Euro und für den zweiten Bauabschnitt auf brutto rund 92.000 Euro. Maßnahmen bei der Straßenbeleuchtung schlagen mit rund 18.000 Euro, die punktuelle Kanalsanierung mit rund 50.0000 Euro und die Sanierung der Wasserleitungen mit rund 30.000 Euro zu Buche.

Die für den ersten Bauabschnitt zu erhebenden Erschließungsbeiträge bemisst die Stadt auf 95 Prozent und somit auf etwa 142.000 Euro, die ins Stadtsäckel zurückfließen sollen.

Bereits in den Haushalt 2021 hatte die Stadt die Maßnahmen eingestellt. Wegen Verzögerungen in der Planabstimmung und beitragsrechtlicher Klärung konnte die Maßnahme aber nicht erledigt werden, war im Gemeinderat zu erfahren.

Die Verwaltung will die Maßnahme nun umgehend ausschreiben, „um den Wintereffekt mitzunehmen“ und nach der Vergabe der Gewerke 2022 umgehend mit den Bauarbeiten beginnen zu können.

„Das war eine öffentliche Straße zum Freibad und auch während der Umleitung wurde diese genutzt. Dass die Anwohner nun voll zahlen müssen, halte ich für nicht gut“, begründete Karin Zäuner (SPD) weshalb sie als einzige gegen den Antrag stimmte. Bürgermeister Dr. Gunter Bühler entgegnete ihr: „Das ist am Ende eine neue Straße. Das Beitragsrecht ist eindeutig. Wir haben da als Stadt gar kein Ermessen.“ Der Gemeinderat gab grünes Licht. Die Ausschreibung kann starten.

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