Herrenhaus in Bopfingen: Arbeiten und dabei die Welt sehen

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Am Herrenhaus sind insgesamt 12 Freiwillige im Alter zwischen 18 und 27 Jahren aus Frankreich, Italien, Spanien, Dänemark, Tschechien und Russland zugange.
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Alle Jahre wieder kommen junge Erwachsene freiwillig nach Bopfingen, um an der Gestaltung des Freilichtmuseums mitzuwirken. Warum das so ist.

Bopfingen

Immer wieder kommen im Rahmen eines Workcamps durch den IBG - Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten - junge Leute nach Bopfingen, um hier an den Häusern des Freilichtmuseums Hand anzulegen. Es gibt bei der IBG verschiedene Möglichkeiten in 40 Ländern an Workcamps teilzunehmen. Die Reisekosten und die Verpflegung übernehmen die Teilnehmer selbst. Da wird dann abends international gekocht und Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern lernen sich kennen. Viele Freundschaften sind dabei entstanden.

Seit vergangenen Samstag sind die zwölf Freiwilligen, welche dieses Jahr in Bopfingen helfen, vor Ort. Zuerst haben sie den Ipf bestiegen und die grandiose Aussicht genossen. Die Innenstadt haben sie auch schon erkundet und seit Montag sind sie an den Keltenhäusern zugange.

Am Herrenhaus wird die westliche Lehmwand erneuert, dann wird am neugebauten Wohnhaus und am Grubenhaus ebenfalls der Lehmputz aufgetragen.

„Wir sind aus ganz Europa hier zusammengekommen“, erzählt Adam, einer der beiden Leiter. Er stammt aus Wales und arbeitet in Stuttgart. Der zweite Leiter, Taha, wohnt ebenfalls in Stuttgart und stammt aus Ägypten. Er ist der einzige Außereuropäer.

„Wegen Corona war es unmöglich, Studenten aus anderen Kontinenten zu holen“, sagt Adam. Für die Einreise genügte ein negativer Schnelltest. „Einige sind auch schon geimpft“, berichtet der Waliser.

So hat sich nun ein Team mit jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 27 Jahren aus Frankreich, Italien, Spanien, Dänemark, Tschechien und Russland zusammengefunden, um die alte Lehmwand am Herrenhaus abzureißen und neu mit gelbem Löss Lehm zu bauen. Auch die Flechtwände werden entfernt und neu eingebaut.

Täglich von 9 bis 16 Uhr soll gebaut werden. Am Wochenende haben sie frei. „Dann wollen wir auch ein wenig die Umgebung kennenlernen“, sagt Adam. Nördlingen steht ganz oben auf dem Besuchsplan. Geschlafen und gekocht wird in der Bopfinger Jahnturnhalle. Die Bevölkerung darf gerne vorbeikommen und die jungen Leute kennenlernen. Ob beim gemeinsamen Grillen beim täglichen arbeiten.

Wir sind aus ganz Europa hier zusammen.“

Adam, Leiter aus Wales

Die Idee hinter dem Projekt

Andere Kulturen kennenlernen, Leute treffen, Sprache weiterzubilden, die Welt sehen, sind der Antrieb für die Studenten. Die Idee der IGB ist es, mit diesen Projekten die Menschen zusammen zu bringen und auch das Thema Nachhaltigkeit weiterzuentwickeln. Das Workcamp endet am Samstag 24. Juli.

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