Bilderbogen der Geschichte der Schwäbischen Alb

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Raimund Haser zeigte sein Buch mit tollen Fotos.

Raimund Haser liest im Herrenhaus am Ipf aus seinem Buch "Spuren lesen auf der Schwäbischen Alb".

Bopfingen. Trotz der Hitze des Tages, war es im keltischen Herrenhaus am Ipf angenehm auszuhalten. So konnte Raimund Haser in lockerer Atmosphäre sein Buch "Spuren lesen auf der Schwäbischen Alb" vorstellen.

Als Landtagsabgeordneter weiß der Herausgeber, wie er seine Ausführungen aufbauen muss, um die Zuhörer in den Bann zu schlagen. Er gab zu, zum ersten Mal am Ipf zu sein. "Ich kannte den Ipf nur von Bildern." Als Allgäuer, sein Wahlkreis ist Wangen, finde er in seiner Heimat ähnliche Bedingungen vor. "Wir sind ebenso nah an der bayerischen Grenze wie hier."

Haser erklärte, dass 95 Prozent unserer heutigen Landschaft von Menschenhand geschaffen sei, dass unsere Pflanzen "eingeschleppt" wurden, aber erhaltungswert seien.

Dann schilderte er den Aufbau des Buches. Er zeigte auf, wie das Buch gefaltet ist und warum, und wie die Arbeit ablief.

Etwa drei Jahre hat er zusammen mit dem Fotografen Günther Bayerl an diesem Werk gearbeitet. Bayerl betrieb für seine Aufnahmen großen Aufwand. In einer "Kuhranzennacht" baute er das Equipment auf und ging die Objekte mit zwei Taschenlampen ab. So entstanden spektakuläre Fotografien.

Haser zeigt die Bilder aus dem Buch. Wichtig war ihm, dass auf den Fotos nicht Gebäude im Mittelpunkt stehen, sondern wie diese in die Landschaft eingebettet sind. In den Texten, aus denen er las, zeigte der Herausgeber, dass sich alles aus der Menschheitsgeschichte auf der Alb abgespielt hat. Haser hat einen dementsprechenden Aufbau gewählt. Es geht um die Jahreszeiten auf der Alb, die sehr rau sein kann. Es geht um gefundene Fossilien, Vulkane, die Höhlen, den Limes und die Römer. Natürlich ist auch der Ipf mit mehreren Bildern im Buch vertreten.

Haser stellt die These auf, dass Kelten auch Sklavenhändler waren und in allen Schriften der Antike als sehr barbarisch dargestellt werden.

Der anwesende Ipf-Experte Prof. Rüdiger Krause hatte zuvor eine kleine Gruppe über seine neuesten Ausgrabungen auf dem Ipf vor Ort informiert.

Haser brachte es mit einem Satz von Eduard Mörike auf den Punkt: "Mich ärgert es aller Dinge, wenn es verloren ginge."

Michael Scheilde

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