Bopfingen: Fallzahlen gestiegen – Lesung mit Sky du Mont fraglich

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Fast so viele Fälle wie Aalen zählt Bopfingen. Der Bürgermeister sagt, weshalb und was getan wird.

Bopfingen. Die Coronazahlen steigen in Bopfingen. Unterm Ipf werden aktuell (Stand Montag, 19. Oktober) 16 Fälle gezählt. Das eher kleine Bopfingen rangiert damit hinter Schwäbisch Gmünd (34 Fälle) und Aalen (26 Fälle) auf Platz drei der Ostalb-Corona-Tabelle. Grund zu Panik bestehe dennoch nicht, sagt Bürgermeister Dr. Gunter Bühler im Gespräch mit der SchwäPo.

Über die Hälfte der registrierten Fälle ließen sich zwei Familien zuordnen. Aus einer dritten Familie stammten ebenfalls drei Fälle. Alle registrierten Fälle ließen sich nachverfolgen. Dass Bopfingen nun wieder relativ hohe Zahlen aufweise, habe nichts mehr mit den Ereignissen beim Fußballfest in Trochtelfingen zu tun, sagt Bühler. Die Betroffenen hier seien alle in Quarantäne geschickt worden. "Aktuell handelt es sich um Fälle, bei denen sich einer das Virus eingefangen hat und Familienangehörige angesteckt hat. Das hat nichts mit Partys oder Veranstaltungen zu tun", sagt Bühler.

Dennoch ärgere es ihn schon, dass die Situation sich wieder verschärft hat und Bopfingen zum zweiten Male bereits fast so viele Fälle konstatiert wie Aalen, sagt der Bürgermeister. Eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum, wie sie die Pandemiestufe 3 des Landes vorsieht, hält Bühler in Bopfingen aktuell nicht für notwendig: "Wir haben hier keine Fußgängerzone und solch große Menschenansammlungen in der Innenstadt, die es verhindern würden, ausreichend Abstand untereinander zu halten", sagt Bühler. Dennoch gelte es nun für jeden Einzelnen, die AHA-Regeln gewissenhaft zu befolgen.

Corona und Veranstaltungen

Verschiedene Veranstaltungen plant Bopfingen in den kommenden Wochen. Ob die laufen können, ist derzeit jedoch offen. "Wir haben Hygienekonzepte und inzwischen auch Erfahrung", sagt Bühler und betont, dass kein einziger Coronafall dokumentiert ist, der einer Veranstaltung der Stadt zuzuordnen ist. "Auch das zeigt, dass unsere Konzepte funktioniert haben", sagt Bühler.

Die nächste Veranstaltung am 25. Oktober mit Opernsänger Patrick Simper in der Stadtkirche kann, Stand jetzt, laufen. Unsicher dagegen ist die für 30. Oktober in der Stauferhalle geplante Lesung mit Sky du Mont. Hierfür sind bereits 140 Tickets verkauft worden. Die Vorgaben des Landes sehen aber 100 Besucher als Obergrenze vor. Der Vorverkauf sei gestoppt worden, informiert Bühler. "Wir sind in Gesprächen mit Sky du Monts Management, ob es möglich ist, zwei Veranstaltungen draus zu machen, um die Besucherzahl zu entzerren. Wir müssen es schaffen, genug Abstand zwischen die Menschen zu kriegen. Ist dies nicht möglich, dann scheue ich mich aber auch nicht, die Veranstaltung abzusagen. Die Gesundheit und Sicherheit der Besucher gehen nun mal vor", sagt Bühler. Noch in dieser Woche werde sich entscheiden, wie und ob die Lesung mit Sky Dumont über die Bühne geht.

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