Bopfingen in Festivalstimmung

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Martin Schill, Moderator
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„Bopfingen unplugged“: Fünf Bands auf der Bühne verwandeln den Stadtgarten fast sechs Stunden lang am Freitagabend in eine Konzertarena.

Bopfingen. Es ist ein erfolgreiches Musikformat - ‚Unplugged‘ – das der Musiksender MTV etabliert hat. Seit 1989 gibt es dieses Format, das nach vielen Höhepunkten nun einen weiteren im Bopfinger Stadtgarten dazu bekommen hat. Fünf Bands spielten am Freitagabend ihr Akustikset. Fünf verschiedene Genres wurden bedient. Jede Band hatte für sich eine Kategorie ausgewählt und stand damit auf der Bühne im Bopfinger Stadtgarten.
DJ Martin Schill führte durch das Programm. Er war ganz spontan eine Viertelstunde vor Beginn gefragt worden, da der Moderator nicht rechtzeitig eintreffen konnte.
Den Auftakt machten ‚D’ Steirer Schwoba‘. Die fünf Vollblutmusiker sorgten sofort für Biergartenstimmung. Was sehr gut passte, da der Stadtgarten an diesem Abend mit Bänken und Tischen ausgestattet worden war. Die Aufgabe der Lauchheimer hieß Austropop und so erklangen bekannte Songs von Peter Cornelius, STS und Udo Jürgens. Das Publikum war sofort dabei und feierte. Da kam Ipfmess-Feeling auf, der TV Bopfingen sorgte für kühle Getränke, Mandelbrennerei Bühler für den typischen Snack, gebrannte Mandeln oder Magenbrot und der Rieser Bruzzler für leckeres Essen.
Als Zweite standen die drei Jungs von ‚The Ma-Ma’s‘ auf der Stadtgartenbühne. „Mir schpielad Musik, weil’s oh’s Spaß macht,“ ist das Motto der Band und das merkte man. Deutsch-Rock vom Feinsten boten die Drei. Es war eine geniale Performance und spätestens bei der Nena-Interpretation hatte das Publikum Olympiahallenniveau.
Das Duo Esmerlada läutete die blaue Stunde ein. Langsam zog Dämmerung auf. Doch nur am Himmel, denn eindrucksvoller kann man Instrumente nicht bedienen als dieses Duo. Murat Parlak und Timm Schauen legten ein spannendes Set auf die Bühne. Klavier und Schlagzeug. Aber was die Zwei daraus machen, ist sensationell. Das Klavier wird zum Gitarrenersatz, wenn die Beiden ‚Rammstein‘ spielen. Dann wieder ‚Piano man‘ von Billy Joel und als Zugabe ‚My way‘. Das Publikum schmolz dahin.
Woodstock-Feeling kam bei Steve Rödel auf. Zum einen begann es zu regnen und Organisatorin Victoria Schrödersecker schaffte schnell Regenponchos heran, um diese zu verteilen. Zum anderen erinnerte Steve Rödel an den Auftakt des legendären Festivals. Wie einst Richie Havens saß er mit seiner Gitarre auf der Bühne und spielte mit Unterstützung der Menge Klassiker. Damit spielte er den Regen weg und sein „Nach jedem Stückchen ein Schlückchen“ wurde auch vom Auditorium angenommen. Die gesamte Gefühlsbreite der Musik zeigten zum Abschluss die elf Musiker von ‚Wild one‘. Es war ein großer Querschnitt von Rock und Pop-Klassikern. „Music was my first love und it could be my last,“ besser konnte man den Abend nicht beschreiben. Als dann nach fast sechs Stunden Musik alle Akteure auf der Bühne zusammen ‚Hey Jude‘ anstimmten – Gänsehaut, aber nicht von der Kälte, sondern der Wärme der Musik.

Mir schpielad Musik, weil’s oh’s Spaß macht.

Motto von ‚The Ma-Ma’s‘
Wild Ones
The Ma-Ma's
Steve Rödel
Und jetzt alle

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