Bopfingen: Mehr Coronafälle als im Kreisdurchschnitt

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Bopfingen hat überproportional mehr aktive Fälle und wohl weniger Geimpfte.

Bopfingen. Die Coronazahlen auf der Ostalb steigen wieder an. Ein Blick auf die Zahlen, die die Landkreisverwaltung meldet, belegt, dass es in Bopfingen überproportional viele aktive Fälle gibt. Insgesamt werden im Ostalbkreis am Montag, 25. Oktober 656 aktive Fälle angegeben. Die meisten Fälle werden in Schwäbisch Gmünd (183 Fälle) und in Aalen (126 Fälle) ausgewiesen. Danach folgt leider bereits Bopfingen mit 43 aktiven Fällen, die registriert sind. Gar keine Fälle sind derzeit für Kirchheim am Ries und ein Fall ist für Riesbürg ausgewiesen.

Bopfingen hat rund ein Drittel der Fallzahlen von Aalen aber mit rund 12.200 Einwohnern weniger als ein Fünftel der Einwohnerzahl Aalens, die bei rund 68.300 liegt. Auch Ellwangen hat mit seinen knapp 25.000 Einwohnern mit insgesamt 41 Fällen weniger als Bopfingen. Vergleichbar große Städte im Ostalbkreis wie Heubach (rund 10.000 Einwohner) oder Lorch (rund 11.500 Einwohner) kommen aktuell jeweils auf 25 aktive Fälle.

Weniger Geimpfte?

Woher kommt also die überproportionale Zahl für Bopfingen? Einen besonderen Corona-Hotspot habe es in Bopfingen nicht gegeben, meint Bürgermeister Dr. Gunter Bühler auf Anfrage der SchwäPo. Es sei auch kein spezifisches Ereignis oder gar eine kulturelle Veranstaltung als Auslöser für die vergleichsweise hohen Zahlen auszumachen. „Überhaupt hat es bei den Kulturveranstaltungen der Stadt noch nie einen Coronafall gegeben“, verweist der Bürgermeister auf das funktionierende Hygienekonzept der Stadt.

Laut Bühler seien die Fälle bei Ungeimpften registriert. Der Bürgermeister vermutet daher, dass die sichtbar höheren Zahlen mit der Impfquote in der Stadt zusammenhängen könnten. Es gebe in Bopfingen offensichtlich mehr Menschen, die noch nicht geimpft seien, oder sich nicht impfen lassen wollen, aus welchen Gründen auch immer, als in anderen Orten im Ostalbkreis. „Meine Vermutung ist es, dass der Raum Bopfingen, was die Impfquote anbelangt, ganz einfach unter dem Durchschnitt im Ostalbkreis liegt“, sagt Bürgermeister Bühler.

Weitere Pop-up-Impfungen

Am mangelnden Impfangebot liegt das aber sicher nicht. So gibt es beispielsweise unter der Überschrift „Dranbleiben Bopfingen“ am Mittwoch, 27. Oktober weitere Pop-up-Impfungen am Ipftreff. Zwischen 10 und 16 Uhr werden auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums die Wirkstoffe von BioNtech und Johnson & Johnson verimpft. Auch Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren können dort geimpft werden, hierzu ist eine Einwilligungserklärung der Erziehungsberechtigten erforderlich. Eine Voranmeldung für die Impfung ist nicht nötig, einfach vorbeikommen und sich den Piks setzen lassen. Martin Simon

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