Bopfingen sucht Wohnungen für Ukraine-Flüchtlinge

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Fast 80 Ukrainer sind bereits in der Stadt, nächste Woche werden weitere 30 Menschen erwartet.

Bopfingen. Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine haben in Bopfingen eine sichere Bleibe gefunden. In der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend hat Bürgermeister Dr. Gunter Bühler über das Thema informiert.

Demnach seien aktuell 49 Personen im ehemaligen DRK-Pflegeheim untergebracht. „Das ist zwar eher einfach, hat aber doch Hotelcharakter dort“, sagte Bühler. Bis zu 100 Flüchtlinge können dort laut DRK-Kreisgeschäftsführer Matthias Wagner unterkommen Bühler betonte, dass Bopfingen froh sei über diese Möglichkeit. „Das ist quasi die Bopfinger LEA“, sagte er. In der kommenden Woche würden weitere 30 Menschen erwartet, die im DRK-Heim unterkommen sollen.

Weiter seien etwa 30 Menschen aus der Ukraine in Bopfingen in Privatunterkünften untergebracht. Die meisten privaten Angebote kämen aus der Kernstadt, in den Ortsteilen gebe es bislang noch nicht so viele, die angefragt hätten. Dennoch, die Hilfsbereitschaft der Bopfinger sei groß, bedankte sich der Bürgermeister. Dringend gesucht seien aber weitere Privatleute, die Wohnraum zur Verfügung stellen können und wollen. Mindestens sechs Monate sollten Flüchtlinge dort wohnen können. Die Mietkosten hierfür übernehme der Landkreis. Besonders wertvoll seien hier abgeschlossene Wohneinheiten, „damit die Leute so wohnen können, wie wir uns das für uns selbst auch wünschen würden“, sagt Bühler.

Parallel dazu habe sich die Stadt daran gemacht, eigene Wohnungen für eine mögliche Aufnahme von Flüchtlingen herzurichten. Diese sollen aber Notfallreserve sein, falls die Stadt gezwungen sei, rasch zu handeln.

Alle Menschen aus der Ukraine bat Bühler, sich beim Ausländeramt zu melden. Nur so erhielten sie Sozialleistungen, die ihnen zustünden, und die sie handlungsfähiger machten.

Die Stadt starte eine Sachspendensammlung für die Flüchtlinge. Ein Raum, wo diese Dinge gelagert werden können, sei gefunden. „Die Menschen sind ja nur mit einem Koffer geflohen. Sie brauchen Küchenutensilien, einfach alles, was einen Hausstand so ausmacht“, sagt der Bürgermeister. Die Sammlung werde noch konkretisiert. ⋌Martin Simon

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