Bopfinger Bank: Julian Graf folgt im Vorstand auf Wolfgang Probst

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Das Führungsteam der Bopfinger Bank Sechta-Ries (von links): Vorstandsvorsitzender Wolfgang Probst, designiertes Vorstandsmitglied Julian Graf, stellvertretende Aufsichtsrats-Vorsitzende Helga Sing und Vorstandsmitglied Franz Zekl.
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Der 28-jährige Kerkinger bildet ab Januar 2023 gemeinsam mit Franz Zekl den Vorstand der Bopfinger Bank Sechta-Ries.

Bopfingen

Wechsel an der Spitze der Bopfinger Bank Sechta-Ries. Der Aufsichtsrat hat Julian Graf zum neuen Vorstandsmitglied ab 1. Januar 2023 gewählt. Der 28-jährige Kerkinger, der nach einer Ausbildung bei der Bopfinger Bank und einem Bachelor-Studium 2020 die Leitung der Kreditabteilung übernahm, folgt in dem Gremium auf Wolfgang Probst. Probst geht dann nach 39 Jahren als Vorstandsmitglied von Genossenschaftsbanken – davon fast 30 Jahre in Unterschneidheim und Bopfingen – in den Ruhestand.

"Das Besondere an dieser Bank ist das Miteinander unter den Beschäftigten", resümiert Probst. Sein beruflicher Weg begann mit einer Ausbildung bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Er wurde Filialleiter der Volksbank in seiner Heimatstadt Crailsheim, 1984 Vorstandsmitglied der Genossenschaftsbank Frankenhardt-Honhardt und 1993 Vorstand der Raiffeisenbank in Unterschneidheim, die 1999 mit dem Bopfinger Institut zur Bopfinger Bank Sechta-Ries fusionierte. Im zweiköpfigen Führungsteam rückt Franz Zekl am 1. Januar als Probsts Nachfolger zum Vorstandsvorsitzenden auf.

Anlässlich der virtuellen Mitgliederversammlung am kommenden Montag, 25. Juli, sehen die Vorstände die Bopfinger Bank Sechta-Ries gut aufgestellt: "Wir konnten die Erfolgsgeschichte trotz aller Herausforderungen fortschreiben", sagt Probst. Die 7531 Genossenschaftsmitglieder sollen davon mit einer Dividende in Höhe von 1,25 Prozent auf ihre Geschäftsguthaben – im Durchschnitt sind das 500 Euro – profitieren.

Obwohl das Niedrigzinsumfeld auch die Bopfinger belastete, streicht Vorstand Franz Zekl besonders erfreuliche Aspekte des vergangenen Jahres hervor: So gab es im Geschäft mit Kundenkrediten, speziell im Bereich der Baufinanzierungen, "extrem gute Steigerungen". Die Forderungen an Kunden seien von 120 Millionen Euro im Jahr 2018 über 140 Millionen 2020 auf nunmehr 170 Millionen Euro gestiegen. "Wir sind in diesem Bereich absoluter Marktführer in unserem Geschäftsgebiet geworden", freut sich Zekl. Der Zinsüberschuss als wichtige Einnahmequelle der Bank sei deshalb trotz rückläufiger Zinsen konstant gehalten worden. 70 Prozent der Kredite werden an Privatpersonen ausgegeben, 30 Prozent an Gewerbe, wovon wiederum ein gutes Drittel die Landwirtschaft ausmacht.

Gesteigert hat die Bank auch den Provisionsüberschuss, was auf die Baufinanzierungen sowie gute Geschäfte mit Wertpapieren und Versicherungsanlagen zurückzuführen ist. Reduziert hat sie den Bestand bankeigener Wertpapiere. Dafür steigt die Bopfinger Bank immer stärker im Immobilien- und Photovoltaik-Sektor in Erscheinung. 2021 hat die Bank einen Edeka-Markt in Herbrechtingen samt großer Photovoltaik-Anlage gebaut – Volumen: 7,5 Millionen Euro. In Unterschneidheim entsteht derzeit ein Wohn- und Geschäftshaus, in Lauchheim soll kommendes Jahr eine größere Wohnanlage gebaut werden. "Wir treiben den Bereich der Sachanlagen voran", umreißt Zekl das Geschäftsfeld, in dem er für die kleine Genossenschaftsbank eine große Zukunft sieht.

Fakten zur Bopfinger Bank Sechta-Ries:

Bilanzsumme: 340 Millionen Euro

Beschäftigte: 57

Geschäftsstellen: Bopfingen und Unterschneidheim

Spenden und Sponsoring: 50.000 Euro

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