Bopfinger Feuerwehr absolviert spektakuläre Übung in den Wolken

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Im Nebel in schwindelnder Höhe.
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Bopfingens Truppe hat sich von den Malteser Höhenrettern aus Aalen in „Absturzsicherung“ und „Einfaches Retten aus Höhen und Tiefen“ schulen lassen. Als „Zuckerle“ ging es auf einen Kran.

Bopfingen

Nur wer gut geübt ist, kann im Ernstfall Leistung abrufen. Das gilt besonders für die Feuerwehr. Die Bopfinger Floriansjünger nehmen ihre Aufgabe ernst und üben auch Situationen, die hoffentlich nicht allzu häufig auftreten. So haben acht Kameraden jüngst an den Lehrgängen „Absturzsicherung“ und „Einfaches Retten aus Höhen und Tiefen“ teilgenommen.

In den vergangenen Jahren haben sich die Möglichkeiten zur seilunterstützenden Rettung und das Arbeiten mit Seilen im Feuerwehrwesen entwickelt. In der Feuerwehr hat sich hier ein vierstufiges System etabliert: „Halten/Rückhalten“, „Absturzsicherung“, „Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen“ und die „Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen“, so ist es von Stadtbrandmeister Klaus Kurz zu erfahren.

Die Stufe „Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen“ ermöglicht es, Personen mit Hilfe einfacher seilunterstützten Technik zu retten. Die „Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen“ ist aber keine Grundtätigkeit der Feuerwehren, gemäß der FwDV 1. Aufbauend auf den Möglichkeiten der Absturzsicherung kann eine Gruppe im technischen Hilfeeinsatz aber die „Einfache Rettungen aus Höhen und Tiefen“ durchführen. Die erforderliche Sonderausrüstung beschränkt sich auf die Zusatzbeladung auf der Drehleiter und im Rüstwagen. „Wir haben diese Dinge an Bord und darum ist es wichtig, zu lernen, wie man sich beispielsweise auf dem Dach absichert oder bei einem Einsatz oben am Steinbruch“, sagt Kurz. Feuerwehrangehörige benötigen hierfür eine besondere Aus- und Fortbildung.

Eine solche Übung lief nun vom 19. Oktober bis 6. November bei der Feuerwehr Bopfingen. Bei dieser Übung in Bopfingen gab es als „Zuckerle“, wie der Feuerwehrkommandant sagt, auch eine Höhengewöhnungsübung. „Bei dieser Übung hat uns die Höhenrettungsgruppe des Malteser-Hilfsdienstes aus Aalen ihr gesamtes Einsatzspektrum im Rahmen einer Personenrettung von einem Baukran gezeigt und das in den Lehrgang mit eingebunden“, bedankt sich Kurz. Einer seiner Feuerwehrleute hat sich in die luftige Höhe gewagt. „Respekt“, sagt Kurz, „ich hätte mich da nicht rauf getraut“, lacht er.

Ihr Können gezeigt haben die Malteser an einem Kran, der derzeit am Rande der Innenstadt auf der Baustelle für das neue Samariterstift steht.

„Alles ging glatt. Unsere Leute waren alle begeistert von der Übung. Ich muss den Leuten vom MHD ein Kompliment machen. Das war eine super Übung insgesamt mit Top-Ausbildern. Wir haben viel gelernt und unser Wissen vertieft“, freut sich Kurz.

Folgende Kameraden haben teilgenommen und den Lehrgang bestanden: Andreas Schüler, Christoph Sachs, Martin Schaible, Matthias Knecht, Reinhardt Hirsch, Stephan Mailänder, Stephan Nille und Patrick Langer.

Somit kann die Feuerwehr Bopfingen nun auf drei der vier Stufen des Rettungssystems zurückgreifen. Für die vierte Stufe, die „Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen“ gibt es zum Glück die Malteser, meint Kurz.

Feuerwehrübung in luftiger Höhe.
Einfaches Retten aus Höhen - so die Aufgabe der Feuerwehr Bopfingen bei der Übung.
Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen - so lautete die Aufgabe der Feuerwehr Bopfingen.
Schöner Nebeneffekt bei der Übung: Der Blick auf den Ipf
Auf Augenhöhe mit dem Schloßberg übte Bopfingens Feuerwehr.
Hoch hinaus ging es bei der jüngsten Übung der feuerwehr Bopfingen.
Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen - so lautete die Aufgabe der Feuerwehr Bopfingen.
Feuerwehrübung Bopfingen
Ein mutiger Feuerwehrmann ließ sich von den Maltesern abseilen.

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