Ipfmess-Bier: Das kostet die Maß

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Acht Paletten Messbier der Fürst Wallerstein Brauerei gehen in der edlen Bügelflasche in den Handel, der Rest wird in Euroflaschen abgefüllt.
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Acht Paletten Messbier der Fürst Wallerstein Brauerei gehen in der edlen Bügelflasche in den Handel, der Rest wird in Euroflaschen abgefüllt.


Bopfingen. Die Mess steht vor der Tür und zur Mess gehört das Messbier. Das liefert die Fürstliche Brauerei Wallerstein und viele Mess-Fans haben sich gewünscht, dass der Gerstensaft wieder in der edlen Bügelflasche unters Volk gebracht wird. Den Bopfinger Stadtvätern war das so wichtig, dass flugs eine Umfrage im Internet gestartet wurde. Resultat: „In den ersten zwei, drei Tagen gingen rund 500 Antworten ein von Menschen, die sich allesamt die Bügelflasche wünschen. Das ist für mich schon ein Blick in die Bopfinger Seele“, sagt Bürgermeister Dr. Gunter Bühler.

Eine deutliche Willensbekundung sei dies, die der Bürgermeister gut nachvollziehen kann. „Das Festbier ist ein besonders Bier von hoher Qualität, das in einer Bügelflasche einfach viel wertiger präsentiert wird als in einer Euroflasche“, findet Bühler. Indes, Erfolg gebracht hat die Initiative am Ende nur teilweise. In diesem Jahr wird es letztmals das Messbier in einer Bügelflasche geben und das auch nur, solange der Vorrat reicht. Acht Paletten gebe es, sagt Bühler, vier davon seien bereits im Handel, zu erhalten, unter anderem bei der Kronenbrauerei. Auch die Stadtverwaltung habe sich für Gastgeschenke einen Anteil gesichert, sagt Bühler.

Schade sei das Aus für die Bügelflasche allemal, aber die Argumente der Fürstlichen Brauerei Wallerstein seien aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar, räumt Bühler ein. Die Flaschen seien viel teurer, das Pfandsystem aufwändiger, die Bügelflasche sei „wirtschaftlich betrachtet, doch strapaziös für die Brauerei“, sagt Bühler.

Aus den Fässern im Festzelt Senz wird das Messbier aus Wallerstein aber in jedem Fall fließen, und ganz sicher ausreichend viel davon vorhanden sein. Dessen Genuss wird für die Messbesucher aber in diesem Jahr teurer werden. Kostete die Maß bei der letzten Mess vor drei Jahren noch 8,20 Euro so sollen in diesem Jahr 9,10 Euro fällig werden. Anders als in Nördlingen, wo der Gemeinderat den Bierpreis für die dortige Mess festsetzt, gibt Bopfingens Gemeinderat nur eine Empfehlung ab. Teurer werden wohl auch die beliebten Messwürste. Hier steht nach Recherchen der Schwäbischen Post aktuell ein Preis von vier Euro für das Paar im Raum.

Inflation, höhere Kosten, höhere Verkaufspreise, all dies wird die Mess-Fans zwar ärgern, aber sie sicher nicht vom Besuch des größten Volksfestes in der Region abhalten. Die Vorbereitungen liefen planmäßig, sagt der Bürgermeister. „Wir freuen uns alle auf die Mess“, sagt er und hofft, dass die Menschen wieder strömen werden. „Die Menschen wollen ihr freies Leben zurück, wollen keine Beschränkungen mehr und Normalität. Das wird die Mess bieten“, sagt Bühler.

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