Corona-Tests: Risiko wegen Ethylenoxid?

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Dr. Mark Benecke
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Die Stäbchen für die Testungen werden mit Ethylenoxid behandelt. Ein Bürger sieht daher „Klärungsbedarf“.

Bopfingen. „Einen höchstdringlichen Gesprächs- und Klärungsbedarf“ sieht Michael Steiner aus Bopfingen wegen Coronateststäbchen. Denn: „Ethylenoxid ist giftig und krebserregend beim Einatmen“, zitiert er aus Wikipedia in einem offenen Brief. Er richtet sich damit unter anderem an Ministerpräsident Winfried Kretschmann, allerdings auch an Landrat Dr. Joachim Bläse sowie den Landtagsabgeordneten Winfried Mack. Forensiker Dr. Mark Benecke kann jedoch entwarnen.

Er, Steiner, widerspreche nicht der Testpflicht, etwa für Präsenzunterricht. Allerdings hat er ein Problem mit der Substanz Ethylen, mit der die Stäbchen behandelt werden. „Meine klare Forderung ist die sofortige logistische sowie finanzielle Unterstützung aller Apotheken und Ärzte, die Testungen mit den alternativ zur Verfügung stehenden sogenannten Spucktests zu unterstützen“, schreibt Steiner.

„Ich kann gar nicht beschreiben, wie gering diese Menge ist“, sagt Biologe und Forensiker Dr. Mark Benecke auf derartige Anfragen. Die Restmenge des Ethylenoxids sei in etwa so groß, „als wenn man einen Zuckerwürfel in alle Ozeane dieser Welt wirft. Vielleicht sogar noch weniger“. Ethylenoxid werde für die Sterilisierung der Stäbchen eingesetzt, als Gas. Entsprechend gering seien Reste. Zwar kann er Bedenken wegen Giftstoffen im Kopfbereich verstehen. „Aber wenn man davor Angst hat, dann dürfte man auch nicht mehr an der Tankstelle tanken“. Dort sei die Konzentration von Giftstoffen um ein Vielfaches höher als die Konzentration von Ethylenoxid auf Teststäbchen. Erik Roth

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