Den Ipf umrunden, nicht erklimmen

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Die Strecke der Ipf-Runde vom Marktplatz aus. Grafik: ca

Eine Tour rund um den Bopfinger Hausberg startet vom Marktplatz aus und endet nach sechs Kilometern wieder dort. Was man unterwegs alles sehen kann.

Bopfingen

Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust. Derzeit treibt es alle nach draußen, um die eigene Region zu erkunden.

Viele Strecken gibt es um die herrliche Landschaft von Bopfingen. Einer dieser Wege führt "Rund um den Ipf" und ist ein vom Deutschen Volkssportverband (DVV) zertifizierter Permanentwanderweg.

Der Weg startet am Marktplatz der alten Reichsstadt. Vom Bahnhof sind es nur drei Minuten Gehzeit zu diesem Startpunkt. Wer mit dem Bus kommt, kann sich direkt an den Marktplatz fahren lassen und auch Parkplätze sind in der näheren Umgebung zu finden.

In der Bäckerei Mayer am Marktplatz erhält der Interessierte gegen eine Gebühr von drei Euro einen Streckenplan und eine Startkarte, sie gilt für die Wertung des Internationalen Volkssportabzeichens.

Dann kann es losgehen. Aus der Bäckerei nach rechts auf der Hauptstraße entlang, bis zum ‚Ipf-Kreisel‘. Ein paar Meter weiter zur Fußgängerampel und nach dem Überqueren der B29 in die Jahnstraße.

Hier findet alljährlich die Ipfmesse statt. Heute ist davon nichts zu sehen. Einige Kinder fahren Fahrrad unter den Bäumen, zwischen denen sich an diesen Festtagen die Marktstände aneinanderreihen.

Von hier aus beginnt ein Anstieg hoch zur Wachkomastation im ehemaligen Krankenhaus. Wenn die Corona-Regelung es zulässt, kann sich ein Besuch der Einrichtung für Kunstliebhaber lohnen. Denn hier finden regelmäßig Ausstellungen regionaler Künstler statt.

Gleich nach der Station biegt der Weg links ab. Unterhalb des Ipf geht es in Richtung Oberdorf. An diesem Tag liegt alles in wunderbarem Weiß. Unter den Schuhen knirscht der Schnee. Der Ausblick auf diesem Stück ist grandios, zur Linken schweift der Blick über die Häuser hinweg auf den Sandberg mit seinen bewaldeten Flächen, zur Linken erhebt sich der Ipf steil nach oben.

An einem Bauernhof geht es bergab zur Brücke über die Sechta in Oberdorf. Dieser Ortsteil hat eine lange Tradition, 2018 konnte der Ort sein 750-Jähriges Jubiläum feiern. Drei Gewässer fließen durch Oberdorf, die Sechta, der Altbach und der Egerkanal, weshalb der Ort im Volksmund ‚Klein-Venedig‘ genannt wird.

Der Weg führt nach rechts die Ipfstraße hoch. Dort, wo die Teerstraße endet und der Schotterweg beginnt, ist der Ausblick auf den Karkstein und in weiterer Ferne Schloss Baldern, gerade im Winter prachtvoll. Eine Sitzbank lädt im Sommer ein, hier zu verweilen, im Winter lohnt sich ein Blick auf die Infotafel.

Nach etwa 70 Metern biegt der Weg links ab. Unterhalb des Ipfwaldes ist die Luft frisch. Auch in der kalten Luft spürt man, wie es dem Körper guttut und Kraft gibt für den weiteren Weg.

Der sensationelle Blick ins Sechtatal, mit Kerkingen, Itzlingen und Unterschneidheim begleitet hier den Wanderer, bis es leicht bergab zum Ipfparkplatz geht. Hier beginnt der Aufstieg zum Ipf-Plateau und hier ist das Kelteninformationszentrum, teilweise noch im Entstehen. Ein keltisches Herrenhaus ist original aufgebaut, eine Schlitzmauer und in einem Pavillon wird alles zur Geschichte der Kelten am Ipf sehr gut erklärt.

Am Parkplatz nach rechts, ab jetzt geht es bergab. Vorbei an der Firma Henkel zur B29, durch den Ipftreff zum Seelhaus. Hier werden viele Schätze des alten Bopfingen aufbewahrt. Zurück zum Ausgangspunkt geht es durch die Innenstadt zum Marktplatz.

Die Strecke ist gut ausgeschildert, sechs Kilometer lang und gut zu begehen.

Vom Nordwestrand des Ipfs bieten sich einige lohnende Aussichten, hier auf Schloss Baldern.
Im Pavillon am Fuße des Berges auf dessen Ostseite gibt es viele Informationen zu den Kelten auf dem Ipf.

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