Den Wald fit für die Zukunft machen

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Viel grün um Bopfingen
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Wie lief 2020 bei der Sozialstation in Bopfingen? Zwei Vertreterinnen berichten. Und: So geht es dem Bopfinger Wald.

Bopfingen

Einen interessanten Einblick in die Tätigkeiten der DRK Sozialarbeit in Bopfingen gaben die Vertreterinnen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Gemeinderatssitzung in Bopfingen.

7000 ehrenamtliche Stunden wurden 2020 von den Helferinnen und Helfern in unterschiedlichen Bereichen geleistet. „Gerade durch die Corona-Pandemie standen wir vor großen Herausforderungen“, berichtete Yvonne Irtenkauf.

240 Personen suchten den Kontakt zur DRK Sozialberatung. Ebenso wurde die Schulsozialarbeit in diesem Jahr mit neuen Problemen konfrontiert. Viele Angebote konnten nicht oder nur teilweise durchgeführt werden. Auch Netzwerkangebote des DRK, wie das Café „MIT“ oder das Begegnungscafé, konnten nicht abgehalten werden. In dieser Woche wollen die Verantwortlichen diese Zusammenkünfte wieder anbieten.

Das Deutsche Rote Kreuz betreibt auch die Schatzkammer in Bopfingen. Hier werden Kleiderspenden als Second-Hand-Artikel verkauft.

1400 Kleidungsstücke konnten hier an Bedürftige ausgegeben werden. Große Resonanz erhielt die Ferienbetreuung 2020. Nicola Scheer erklärte, dass das Sommerferienprogramm ebenfalls unter Corona gelitten hatte. 13 Vereine und Firmen und 47 Kinder und Jugendlichen zeigten 2020 Interesse daran. 2021 waren es nur 11 Vereine/Firmen und 41 Kinder, was laut Scheer mit der Pandemie zusammenhängt. Gut angenommen wurden 2020 der Behindertenfahrdienst und der Fahrdienst für Senioren.

101 Haushalte hatten 2020 einen Hausnotruf.

Andrea Stumpp-Dülch berichtete über den Suchdienst:

131 Menschen wandten sich 2020 an diesen, um Angehörige zu finden. Einige Anfragen betreffen noch heute den Verbleib von Kriegsvermissten, aber auch Suchanfragen von Flüchtlingen und Migranten werden bearbeitet.

Bürgermeister Dr. Gunter Bühler ist froh, dass es den Sozialdienst in Bopfingen gibt.

Bopfingens Wälder

Ein weiterer interessanter Punkt auf der Agenda des Bopfinger Gemeinderates war die örtliche Prüfung der Forsteinrichtung. Hierzu wurde bereits eine Waldbegehung unternommen. „Es ist wichtig, sich auch mal ein Bild vor Ort zu machen,“ betonte Bürgermeister Dr. Gunter Bühler. Revierleiter Klaus-Peter Weber berichtete dem Gemeinderat, dass es durch die Trockenjahre seit 2018 durch erhöhte Zwangsnutzung zu wirtschaftlichen Einbußen gekommen ist.

Als Ziel gab Weber vor, die Klima Resilienz der Waldbestände zu erhöhen. Der Stadtwald solle auch weiterhin eine Schutz- und Erholungsfunktion für Bopfingen haben. „Für die Bevölkerung der Stadt sind die stadtnahen Walddistrikte wichtige Erholungsräume,“ sagte Weber. Als Maßnahmen schlug er die Pflanzung von wärmetoleranten Arten als Ersatz für die klimalabile Fichte vor. Wichtig sei auch eine naturnahe Waldbewirtschaftung durch Totholz und Habitat-Bäumen.

Derzeit seien im Bopfinger Stadtwald etwa 180 000 Tonnen CO2 in den Bäumen gespeichert, was ein gutes Ergebnis darstelle. „In den kommenden zehn Jahren ist für eine zielsichere Steuerung des Forstbetriebes ein Hiebsatz von circa 36 000 Festmeter geplant. Dieser Satz liegt unter dem laufenden Zuwachs, ist jedoch höher als in den vergangenen zehn Jahren. Das geplante Verhältnis soll bei 52 Prozent Laub- und 48 Prozent Nadelbäumen liegen“, sagte er.

„Der Stadtwald ist der größte Vermögensgegenstand der Stadt,“ brachte es Bürgermeister Dr. Gunter Bühler auf den Punkt.

Totholz und Habitatbäume
Viel Wald um Bopfingen zur Erholung

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