Der Wald bringt immer noch Geld

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Wald ist nicht nur Erholungsraum, sondern auch ein wirtschaftlicher Faktor für den städtischen Haushalt. Archivfoto: gek
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Im für die Forstwirtschaft katastrophalen Jahr 2020 hat Bopfingen rund 36.000 Gewinn erzielt. Revierförster Klaus-Peter Weber blickt auch optimistisch auf den Plan für 2022.

Bopfingen

Alles andere als gut waren die Rahmenbedingungen für den Bopfinger Stadtwald im Jahr 2020. Im Februar wütete der Sturm „Sabine“ und im Sommer gab es viel Käferholz. Dennoch ist es gelungen, für 2020 einen finanziellen Überschuss zu erzielen. Von einem Gewinn von insgesamt rund 36.300 Euro sprach Klaus-Peter Weber, der Leiter der Forts-Außenstelle Bopfingen, am Donnerstagabend im Gemeinderat. „Damit ist Bopfingen eine der wenigen Kommunen, die im schwierigen Jahr 2020 einen Gewinn im Wald erzielen konnte“, freut sich Weber. Geschlagen worden seien im Verhältnis 40 Prozent Laub- und 60 Prozent Nadelhölzer. Der Preis je Festmeter habe im Schnitt bei 20 bis 25 Euro gelegen.

„Wenn man trotz schwieriger Verhältnisse Geld verdient, darf man sich freuen“, befand Bürgermeister Dr. Gunter Bühler.

Planung für 2022

Der Planansatz für 2022 klingt ebenfalls vielversprechend. Hier rechnet Weber gar mit einem möglichen Gewinn am Ende des Jahres von rund 60.000 Euro.

2022 sollen 3600 Festmeter Holz geschlagen werden, was zunächst Kosten von rund 80.000 Euro verursacht. 7000 Bäume sollen neu gesetzt werden. Kostenpunkt: 21.000 Euro. Zur Kultursicherung seien 6000 Euro nötig und für Forstschutz und Jungsbestandspflege rechnet Weber mit Kosten von insgesamt 7000 Euro. Der Unterhalt der Wege wird mit 10.000 Euro kalkuliert, Steuern und Versicherungen mit 11.000 Euro und der Fortsverwaltungskostenbeitrag mit 27.000 Euro. Kosten für den Holzverkauf, 10.800 Euro, und Sonstiges, 5000 Euro, ergeben am Ende auf der Ausgabenseite den Betrag von rund 177.000 Euro.

Dem gegenüber stehen geplante Einnahmen aus der Jagdpacht von 7500 Euro und Erlöse aus dem Holzverkauf von rund 230.000 Euro. Ergibt 60.500 Euro Gewinn - vorausgesetzt, es läuft alles wie geplant.

Über Lob aus den Fraktionen durfte sich Bopfingens Revierleiter Weber freuen. Der Wald sei bei ihm in guten Händen. Ertrag und Nachhaltigkeit gingen hier Hand in Hand, lobte CDU-Fraktionschef Thomas Trautwein.

Für die SPD befand Hans-Martin Lechler: „Es hat in der Waldwirtschaft kaum einmal ein so schlechtes Jahr gegeben,wie es 2020 der Fall war. Großartig, dass dennoch Gewinn erzielt wurde.“ Der Planansatz für 2022 sei solide gerechnet, alle Zahlen seien plausibel nachvollziehbar, wie zuvor. Der angesetzte Verkaufspreis von 22 Euro je Festmeter könne in manchen Bereichen vielleicht noch übertroffen werden, meint Lechler.

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