Die Freiwillige Feuerwehr Bopfingen übt den Großeinsatz

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Feuerwehrübung 2021, Verletztenrettung
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In der Halle eines Bopfinger Entsorgungsbetrieb kämpfte die Hauptübung der Bopfinger Freiwilligen Feuerwehr aus.

Bopfingen. Das Szenario war beängstigend. In der Halle eines Bopfinger Entsorgungsbetrieb waren Aluminiumspäne in Brand geraten, daneben in einer Box standen Gasflaschen teilweise mit Sauerstoff gefüllt. Ein Verletzter lag in einer der gelagerten Mulden. So sah die Hauptübung der Bopfinger Freiwilligen Feuerwehr aus. Getestet werden sollte die Kommunikation der Abteilungen und der Fahrzeuge untereinander. So wurde die Umstände Schritt für Schritt erweitert und immer neue Aufgaben gestellt. So geriet auch das Altholzlager mit in Brand. Immer wieder fuhren weitere Feuerwehrfahrzeuge zum Entsorgungsbetrieb. Wichtig war dem Bopfinger Gesamtkommandant Klaus Kurz, das Zusammenspiel der Kameraden. Der Verletzte in der Mulde musste erst gefunden werden, dann hieß es ihn aus der Mulde zu bergen. Dies gelang mit dem Drehleiterfahrzeug der Bopfinger Feuerwehr. Mit ihr wurde ein Rettungskorb abgelassen. Weitere Kameraden kletterten zu dem Verletzten und halfen ihn aus dieser Situation zu befreien. Gleichzeitig wurde das Feuer im Aluminiumlager bekämpft und die Gasflaschen abgesichert. Eine sehr heikle Aufgabe, die von der Bopfinger Gesamtwehr jedoch bewältigt werden konnte. In die Übung waren auch die Feuerwehren aus den Bopfinger Teilorten eingebunden. Vor allem hier musste die Kommunikation funktionieren. Um genügend Wasser vor Ort zu haben wurden schnell drei Leitungen zur 50 Meter entfernten Eger gelegt. Im gesamten Lager des Betriebes verliefen Schläuche, wurde mit verschiedenen Spritzen das Wasser auf die unterschiedlichen Brandherde verteilt. Auch ein Löschangriff von außerhalb des Geländes wurde vorgenommen. Durch die zusätzlichen Leitungen zum Fluss konnten 5000 Liter Wasser pro Minute eingesetzt werden. Viele Zuschauer schauten aus sicherer Entfernung den Löscharbeiten zu. Darunter beobachteten auch Bopfinger Gemeinderäte aller Fraktionen und Bürgermeister Dr. Gunter Bühler die Übung, bei der 80 Feuerwehrleute im Einsatz waren. Nach eineinhalb Stunden konnte gemeldet werden: „Brand aus!“ Gesamtkommandant war zufrieden mit der Leistung seiner Kameraden. „Die Kommunikation und die Koordination der Abteilungen hat sehr gut funktioniert,“ sagte er am Ende. Zwar gebe es immer etwas zu verbessern, aber im Großen und Ganzen war er zufrieden. Es war seine letzte Hauptübung als Gesamtkommandant, im April 2022 wird er nach 35 Jahren das Amt abgeben müssen, da er die Altersgrenze erreicht hat. Dann soll ein Nachfolger gefunden werden. Nach dieser Übung muss es dem Nachfolger und den Bürgern in Bopfingen nicht Angst werden. Die Schlagkraft der Bopfinger Wehren war an diesem Samstag sehr überzeugend. Auf Nachfrage wie hoch der Schaden beziffert wird, sagte der Geschäftsführer des Betriebes, Christoph Bühler, lachend: „Ein paar Kästen Bier für die Einsatzkräfte.“ Michael Scheidle

Feuerwehrübung 2021
Feuerwehrübung 2021

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