Die Ipfmess fällt wohl wieder aus

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Ein Foto aus besseren Ipfmess-Tagen: der Fassanstich 2019. Geschieht kein Wunder, wird Bürgermeister Dr. Gunter Bühler frühestens 2022 wieder das erste Mess-Bierfass anstechen. In der kommenden Woche schafft das Rathaus Klarheit zur Mess 2021. Archivfoto: opo
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Steigt das Volksfest am 2. Juli oder nicht? Dazu Stellung nehmen will Bopfingens Rathauschef erst in der kommenden Woche. Doch Hinweise verdichten sich, dass die Pandemie zur Absage zwingt.

Bopfingen

Schade, auch 2021 gibt es aller Voraussicht nach keine Ipfmess in Bopfingen. Corona radiert das größte Volksfest in Ostwürttemberg nach 2020 erneut aus dem Veranstaltungskalender. Öffentlich bestätigen will die Absage im Rathaus am Freitag, 41 Tage vor dem Messbeginn, noch niemand. Nächste Woche werde es eine Pressekonferenz zum „Thema Ipfmess und weitere Sommerveranstaltungen“ geben, bei der die Öffentlichkeit breit informiert werden solle, antwortet Bürgermeister Dr. Gunter Bühler auf die Anfrage der Schwäbischen Post. Mehr will er nicht rauslassen. Doch klar ist: Alles andere als eine Absage des Volksfestes käme einer Sensation gleich. Zumal es am Donnerstagabend im Gemeinderat nichtöffentlich bereits um die Ipfmess ging, das Gremium vorab wohl schon informiert, gleichzeitig aber auch zum Stillschweigen vergattert worden ist.

Es ist jammerschade, wieder ein Jahr ohne Mess. Aber dass es trotz aktuell sinkender Inzidenzzahlen und stetig fortschreitenden Impfungen nicht reichen würde für die Ipfmess, war eigentlich abzusehen. Dieses riesige Volksfest, das im Schnitt alljährlich rund 250 000 Besuchern nach Bopfingen lockt, Corona-konform und sicher für alle Besucher abhalten zu können, ist kaum denkbar. Schließlich gibt es im Land rechtliche Vorgaben für solche Großveranstaltungen während der Pandemie.

Knackpunkt dabei sind unter anderem die geforderten Einlasskontrollen oder auch die Abstandsgebote. Die können bei einer Ipfmesse logistisch kaum umgesetzt werden. Auch eine mögliche Beschränkung auf eine Obergrenze der Besucherzahlen scheint utopisch. So etwas ließe sich, wenn überhaupt, dann nur um den Preis vieler Enttäuschter und dementsprechend viel Unverständnis realisieren.

Ergo muss Bopfingen sich wohl wieder etwas einfallen lassen, damit der Zauber der Mess auch nach zwei Jahren Abstinenz allen im Gedächtnis bleibt.

Im vergangenen Jahr wurde das Konzept „Mess drhoim“ ersonnen, es gab unter anderem den SchwäPo-Ipfmess-Countdown-Kalender und ein kleines Programm im Stadtgarten, das die Besucher gerne dankbar angenommen haben. Viele feierten ihre „Mess drhoim“ auch ganz privat im Garten, denn Messwürste und Ipfmessbier gab es im Handel. Das wird auch in diesem Jahr sicher so sein. Was die Stadt als Alternative plant, auch das wird in der nächsten Woche zu erfahren sein.

Bleibt zu hoffen, dass die Pandemie endlich überwunden wird, und 2022 wieder auf dem Messplatz, dann eben umso größer und schöner, gefeiert werden kann. Denn es gilt weiterhin: „Noch dr (ausgefallenen) Mess, isch vor dr Mess.“

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