Die Schieber Werkstätten schließen

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Nach über 120 Jahren Erfolgsgeschichte schließen Otto und Eugen Hieber den Familienbetrieb zum Jahresende - altershalber und aus Gesundheitsgründen.

Bopfingen

Jeder kennt in Bopfingen den 45 Meter langen Meterstab an der B29. Hier, so wissen Einheimische wie Auswärtige, ist der Sitz der Schieber-Werkstätten, einem Einrichtungshaus mit internationalem Niveau. Vor über 120 Jahren vom Großvater der beiden Geschäftsführer als Schreinerei gegründet, haben Eugen und Otto Schieber seit 1972 daraus ein deutschlandweit bekanntes Einrichtungshaus gemacht. Doch nun ist Schluss. Die Schieber-Werkstätten in Bopfingen schließen zum Ende des Jahres ihre Tore.

„Wir haben uns schweren Herzens dazu entschieden,“ sagt Otto Schieber. Das kann jeder bestätigen, der die beiden Geschäftsführer kennt. Mit viel Herzblut sind sie noch immer in ihrem Einrichtungshaus.

Die Schreinerei hat den Betrieb bereits eingestellt, das Einrichtungshaus ist noch bis zum 31. Dezember geöffnet. Vier Mitarbeiter sind noch im Betrieb. „Die anderen Mitarbeiter sind bereits in anderen Jobs untergekommen,“ sagt Eugen Schieber.

Die Schließung nun sei eine rein unternehmerische Entscheidung der beiden. Eugen (73) und Otto (72) haben aus Alters- und Gesundheitsgründen diesen Weg gewählt. Einen Nachfolger haben sie nicht gefunden. „Das Unternehmen ist wirtschaftlich gesund,“ stellen die beiden Geschäftsführer klar.

Die Schieber-Werkstätten sind deutschlandweit unterwegs. „Bis nach Sylt haben wir bereits geliefert,“ lacht Eugen Schieber. Doch es ist nicht das bloße Möblieren von Büros, Wohnungen und Küchen, das die beiden Innenarchitekten antreibt, wichtig sind ihnen ganz einheitliche Konzepte. „Wir führen die Ideen unserer Kunden mit dem Design bekannter Marken zusammen,“ erklärt Otto Schieber den Erfolg.

„Mit dem Einrichten ist es wie mit dem Essen, besondere Menüs brauchen gute Zutaten und einen kreativen Koch.“ Deshalb gehörten die Schieber-Werkstätten zu den 70 besten Einrichtungshäusern Deutschlands.

Noch ist offen, was mit den rund 3000 Quadratmetern Fläche an der B29 passiert. „Diese Entscheidung haben wir auf das nächste Jahr vertagt,“ sagen die beiden Vettern.

Sicher ist dagegen, dass der Räumungsverkauf am 30. September startet und bis zum 31. Dezember dauert. Die Auslieferung ist auch im Jahr 2022 garantiert. „In dieser Zeit haben wir Angebote, wie es sie bei den Schieber-Werkstätten noch nie gegeben hat,“ betonen die beiden Geschäftsführer.

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