Ein Maler, der gerne experimentiert

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Gerhard Winkler in seinem Atelier.
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Gerhard Winkler will, dass seine Bilder „dem Licht eine Referenz erweisen“. In Bopfingen sind derzeit seine Werke zu sehen. Der SchwäPo berichtet er, wie er arbeitet und was ihn inspiriert.

Bopfingen

Es ist ebenso interessant und schwer, etwas gut zu sagen, wie es gut zu malen ist,“ sagte einst Vincent van Gogh. Für Gerhard Winkler ist diese nonverbale Kommunikation das Stilmittel, um den Kontakt zwischen Bild und Betrachter herzustellen.

Schon von Kindesbeinen an ist der gebürtige Heidenheimer ein leidenschaftlicher Maler. „Mein Vater hat schon gemalt,“ erzählt er. Aber zu Ausstellungen kam es nie. Anders bei Gerhard Winkler. Derzeit sind einige seiner Werke in der Podologie-Praxis Kaiser in Bopfingen zu sehen. Ebenso in der Fahrschule Vogel in Aalen und in der Galerie+ der Kreative 88 in Bopfingen. Als Mitglied der Kunst-Community werden seine Werke auch in der Schweiz und neuerdings New York gezeigt.

„Eigentlich male ich fast täglich,“ sagt Winkler, der in seinem Haus in Aalen-Waldhausen ein kleines Atelier eingerichtet hat. Dort entstehen die Arbeiten der unterschiedlichsten Genres.

Gerne experimentiert er auch. Beispielsweise mit Luftballons, die er in Farbe taucht und auf die Leinwand drückt, oder mit Dachrinnenteile, die er über die Unterlage streicht und rollt. Die Ideen entstehen bei Spaziergängen und Reisen. „Manchmal kommt die Inspiration auch aus dem Internet,“ sagt der Künstler.

Wenn er unterwegs etwas entdeckt, was ihn zu einem Einfall für ein Bild führt, wird mit dem Handy ein Foto geschossen und dann zu Hause überlegt, wie die Umsetzung erfolgen kann. Oft arbeitet er an fünf Bildern mit unterschiedlichen Techniken gleichzeitig.

Ölfarbe begeistert ihn. „Sie hat eine enorme Brillanz,“ erklärt Gerhard Winkler seine Leidenschaft dafür. Doch kommt an den richtigen Stellen auch Acrylfarbe zum Einsatz, denn Abwechslung ist ihm wichtig.

„Meine Bilder sollen dem Licht eine Referenz erweisen,“ ist der Anspruch von Gerhard Winkler. So gehören zu seinen Lieblingsmotiven Großstädte bei Nacht. Hier kommen teilweise auch fluoreszierende Farben auf die Leinwand.

Wenn Gerhard Winkler erzählt, spürt der Zuhörer, wie wichtig ihm das Malen ist. Viel Leidenschaft ist in den Bildern des Autodidakten erkennbar. Bei namhaften Kunstmalern und Kunsterziehern hat er sein malerisches Wissen erworben. Gemalt hat er schon immer. Während seines BWL-Studiums, während seiner kaufmännischen Tätigkeit und jetzt, mit 69 Jahren, hat ihn dieses Fable nicht verlassen. Im Gegenteil, er hat heute mehr Ideen.

„In den 1970er bis 1980er Jahren malte ich sehr realistisch,“ erinnert sich Gerhard Winkler. Heute sind seine Bilder mehr abstrakt. „Aber das Motiv muss erkennbar bleiben,“ sagt er.

Seit einigen Jahren hat ihn die moderne Technik in den Bann gezogen und er gestaltet auch Homepages. So beispielsweise die Homepage der „Kreative 88“. Für Oktober ist die Ausstellung „Kunst von uns“ des Kunstvereins Aalen geplant. Seit den Heimattagen läuft eine Ausstellung im Bopfinger Rathaus und der Bopfinger Stadtkirche.

Mehr über Gerhard Winkler gibt es unter seiner Homepage www.galerie-gerhard-Winkler.de.

Gerhard Winkler in seinem Atelier.

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