Ein Neunsitzer als Car-Sharing-Angebot unterm Ipf

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So könnte das Fahrzeug aussehen.
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Die Firma mikar will in Bopfingen ein Angebot schaffen - Verwaltung und Gemeinderat finden das gut.

Bopfingen. Car-Sharing, das soll es bald in Bopfingen geben. Die Firma mikar aus dem bayerischen Deggendorf hat bei der Stadt nachgefragt, ob Interesse an einem solchen Angebot besteht. Konkret geht es um einen Neunsitzer-Minibus, den jeder ausleihen kann. Im Gemeinderat am Donnerstagabend haben Bürgermeister Dr. Gunter Bühler und Hauptamtsleiter Daniel Bäuerle das Projekt vorgestellt.

Demnach plant mikar ein Fahrzeug, das neun Sitzplätze bietet, in Bopfingen anzubieten. Als Standort würde die Stadt einen Stellplatz auf dem Parkplatz beim ehemaligen Sky-Gebäude, wo künftig das Stadtarchiv unterkommt, bereitstellen. Ansonsten entstünden der Stadt keine weiteren Kosten.

Die Firma mikar finanziere das Fahrzeug über Werbepartner, deren Firmenlogos auf dem Fahrzeug angebracht werden. Die Akquise möglicher Anzeigenkunden soll starten, sobald Stadt und Gemeinderat ein positives Signal für das Projekt geben.

Gemietet werden kann das Fahrzeug über eine App. Kunden müssen sich hier registrieren. Laut Bäuerle kostet eine Stunde Mietzeit 5,30 Euro, ein Tag 49,90 Euro. 300 Kilometer seien inklusive, jeder weitere Kilometer werde mit elf Cent berechnet.

Per App erhalte der Kunde einen Funkcode auf sein Handy, mit dem sich das Fahrzeug öffnen lässt. Die Wagenschlüssel lägen dann innen, im Handschuhfach. Bei der Rückgabe sei kein Mitarbeiter von mikar dabei, vielmehr müssten Kunden vorher den Zustand des Fahrzeuges dokumentieren und Mängel melden.

„Wir hätten gerne ein E-Fahrzeug gehabt“, sagte Bühler, aber laut mikar gebe es kein Fahrzeug dieser Größe am Markt, das eine ausreichende Reichweite biete und wirtschaftlich sei. 120 bis 150 Kilometer Reichweite seien zu wenig, für Gruppen oder Vereine, die einen Ausflug unternehmen wollen, meine man bei mikar. Bopfingen habe sich bei verschiedenen Städten umgehört, wo das Projekt bereits laufe, wie beispielsweise in Dinkelsbühl und Fichtenau. „Die sind alle zufrieden“, informiert der Bürgermeister.

Profitieren von dem Angebot könne jeder, sagte Bühler. Im Gremium wird diese Ansicht geteilt, einhellig gab es ein positives Signal des Gemeinderates. „Eine gute Idee, die uns nichts kostet“, brachte er CDU-Fraktionschef Thomas Trautwein auf den Punkt. ⋌⋌Martin Simon

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