Einmal um die Ostsee und zurück

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Christina Evinger und Benjamin Gottstein mit ihrem Audi "Walter".

Die Bopfinger Christina Evinger und Benjamin Gottstein nehmen an der 7500 Kilometer langen "Baltic Sea Circle" teil und sammeln dabei Geld für die Neven-Subotic-Stiftung.

Bopfingen

Die Bopfinger Christina Evinger und Benjamin Gottstein leben in Dortmund. Die beiden haben ein Ziel: die nördlichste Rallye der Welt, die "Baltic Sea Circle". 7500 Kilometer in 16 Tagen, jeden Tag fast 470 Kilometer. Das entspricht der einfachen Strecke von Bopfingen nach Dortmund. Dazwischen sind Aufgaben zu erfüllen. Es gibt ein Roadbook, aber die Strecke muss selbst geplant werden. Die Rallye hat auch einen karitativen Charakter: Christina Evinger und Benjamin Gottstein suchen Unterstützer für die Stiftung des Fußball-Profis Neven Sobotic. 750 Euro müssen sie sammeln.

Vom 16. Juni bis zum 1. Juli läuft die Rallye. Start ist in Hamburg. Von dort geht es über Dänemark, Schweden und Norwegen ans Nordkap. Über Finnland, Russland, das Baltikum und Polen führt der Roadtrip zurück nach Hamburg.

Bestreiten werden die beiden Bopfinger die Fahrt mit einem Audi 100 Avant, Baujahr 1993. Das ist eine der Rallye-Vorgaben, das Auto muss mindestens 20 Jahre alt sein. Weitere Bedingungen sind: kein GPS oder Navi, keine Autobahnen. Übernachtet werden darf ganz nach Gusto, die beiden wollen aber vorwiegend campen oder im Kombi schlafen.

Das Auto stammt von Benjamins Großvater Walter Gottstein, daher auch das Kennzeichen AA-WG 1919. "Walter", so haben sie das Auto getauft, hat bereits 250 000 Kilometer auf dem Tacho. Aktuell wird der Audi fit gemacht für die Tour.

Insgesamt treten 250 Teams aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien die Reise an. Geschwindigkeit spielt keine Rolle. Es geht darum, verschiedene Tagesaufgaben zu absolvieren.

Unterwegs besuchen die beiden Bopfinger auch Fußballspiele in Schweden oder Norwegen. Überall dort, wo trotz Fußball-Weltmeisterschaft gekickt wird. Bei der WM selbst sind die begeisterten Groundhopper – das sind Leute, die Stadienaufenthalte sammeln – ebenfalls mit dabei. Belgien gegen England wollen sie sich ansehen. "Mit einer WM-Eintrittskarte bekommt man leichter das Visum für Russland", lacht Benjamin Gottstein.

Doch nicht nur die Fußball-WM hat der BVB-Fan auf dem Zettel. Eine weitere Bedingung für die Teilnahme an der Rallye ist es, Spenden zu sammeln. Diese kommen einem vom jeweiligen Team ausgesuchten karitativen Zweck zugute. Im Falle der Bopfinger ist das die Neven-Subotic-Stiftung. Subotic ist ein Fußballer, der einst bei Borussia Dortmund spielte, inzwischen aber für AS St. Etienne in Frankreich die Kickstiefel schnürt. Sobotic' Stiftung setzt sich für den Bau von Brunnen im Norden Äthiopiens ein. 10 000 Euro kostet die Einrichtung eines Brunnens. Wo es keine Brunnen gibt, müssen Menschen teils bis zu sechs Kilometer zu Fuß zu einer Wasserstelle zurücklegen, um 20 Liter Wasser zurückzuschleppen. Meist bliebt dies an Mädchen hängen. Sie können nicht zur Schule, haben keinen Zugang zu Bildung. In den Schulen herrscht Hygienemangel, weshalb die Stiftung sich auch um sanitäre Einrichtungen bemüht.

In Äthiopien existiere ein gutes karitatives Netzwerk, Spenden kämen hier auch an, meinen die Bopfinger. Was Christina Evinger und Benjamin Gottstein bei ihrer Tour einfahren, geht zu 100 Prozent an die Neven Subotic-Stiftung und letztlich komplett nach Äthiopien, weil der Fußball-Profi die Verwaltung seiner Stiftung aus der eigenen Tasche finanziere.

Benjamin Gottstein und Christina Evinger haben sich für ihre Spender etwas ausgedacht: Pro Zehn-Euro-Spende wird der Name des Spenders in einen Lostopf geworfen. Am Ende wird aus diesem Topf ein Paar Fußballschuhe verlost, die Neven Subotic selbst bei einem Spiel getragen hat. 750 Euro sollen so mindestens zusammenkommen.

Spenden Unter www.vonauswaerts.de bloggen Christina Evinger und Benjamin Gottstein über die Rallye. Dort steht der Link zur Spendenseite.

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