Es fehlen Lebensmittel, Hygieneartikel und Helfer 

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Der Gemeinderat Kirchheim hat dem Tafelladen Bopfingen 500 Euro gespendet. Im Bild v.l.: Matthias Schnele, Waldemar Spichal, Tilmann Haug und Willi Feige

Die Agenda-Gruppe Kultur und Soziales Bopfingen ruft zur Unterstützung der Bopfinger Tafel auf. Diese braucht dringend Hilfe.

Bopfingen. Immer mehr Menschen sind durch die Corona-Krise und Firmenschließungen auf die Bopfinger Tafel angewiesen. Die ukrainischen Flüchtlinge bekommen in DRK-Gästehaus ein warmes Mittagessen, müssen aber für das Frühstück und Abendessen selbst sorgen. Durch vorzeigen ihres ukrainischen Ausweises sind sie berechtigt, in der Tafel einzukaufen. Wegen der gestiegenen Anzahl der Bedürftigen werden die Lebensmittel und Hygiene-Artikel knapp. „Die Lebensmittel-Discounter kalkulieren durch die Digitalisierung zielgerichteter und dadurch bleibt für die Tafel weniger Ware übrig,“ analysiert Geschäftsführer des Trägervereins der Bopfinger Tafel Tilmann Haug. „Dem gegenüber stehen 1267 ausgestellte Einkaufsausweise der Bopfinger Tafel. Viele Ausweisinhaber kaufen oft auch für ihre Ehepartner und Kinder ein. So erhöht sich die tatsächliche Zahl derer, die bedürftig sind, um Einiges. “ Das alles verschärfe die Situation der Bopfinger Tafel, die für Bedürftige aus Riesbürg, Kirchheim, Lauchheim, Bopfingen und dem Härtsfeld Anlaufstelle ist.

Deshalb bittet die Agenda-Gruppe Kultur und Soziales Bopfingen um Unterstützung für die Bopfinger Tafel. Die Tafel benötigt vor allem lang haltbare Lebensmittel wie Konserven aller Art, Tee, Mehl, Kakao-Pulver, Zucker, Instant-Kaffee, H-Milch, Marmelade, Margarine, Honig und mehr. Außerdem fehlen Zahnpasta, für Männer aber vor allem für Frauen Deo, Duschgel, Körperlotion, Shampo und ähnliches. Die Agenda-Gruppe bittet die Bevölkerung, beim Einkaufen eines dieser Produkte zu kaufen und nach dem Bezahlen in den bereitgestellten Korb an der Kasse zu legen. Folgende Geschäfte in Bopfingen unterstützen diese Aktion: Rewe, Aldi, Norma und der dm-Drogeriemarkt. Hier können jeweils die gekauften Produkte für die "Tafel" gespendet werden.

„Jeden Tag kommen etwa 60 Bedürftige und 20 ukrainische Flüchtlinge zum Einkaufen in die Tafel“, berichtet der Leiter der Bopfinger Tafel Waldemar Spichal. „Alle ehrenamtliche Helfer und Helferinnen der Tafel und ich würden uns sehr freuen, wenn wir mehr Lebensmittel und Hygiene-Artikel anbieten könnten. Auch mehr ehrenamtliche Helfer wären uns eine Hilfe und Entlastung.“

Wer gerne helfen möchte, kann sich als Ehrenamtlicher in der Tafel melden. Auch wer nur einen Tag im Monat Zeit habe, könnte die Tafel Unterstützung, so Waldemar Spichal. Interessiere können sich bei ihm telefonisch unter (07362) 922-482 oder während der Tafel-Öffnungszeiten montags, dienstags und donnerstags zwischen 10 und 16 Uhr und freitags zwischen 10 und 16.30 Uhr vor Ort im Laden melden.

Die Agenda-Gruppe Kultur und Soziales Bopfingen ist allen Spendenden für die Unterstützung und Hilfe dankbar.

Auch Geld benötigt die Bopfinger Tafel für die Miete, Nebenkosten und die Abholung der Waren. Spenden gehen an den Trägerverein Gebib auf die IBAN-Nummer DE84 6145 0050 0800 2862 06. Als Verwendungszweck sollte „Bopfinger Tafel“ angegeben werden.

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