Feine Musik und Regenponchos

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Setzte einen glanzvollen Abschluss des Abends - Steve Rödel
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„Bopfingen Unplugged“ bringt „Felix und Friends“, „Ma-Ma’s“, „Brasst scho“, „Wild One“ und Steve Rödel auf die Bühne im Stadtgarten - wo das Wetter fast bis zum Schluss hält.

Bopfingen

Abwechslungsreich mit hoher Qualität. Das ist die Beschreibung für das Bopfinger Unplugged-Konzert, wenn man es sich einfach machen möchte. Doch so einfach ist es nicht, diesen Abend zu beschreiben. In Bopfingens Stadtgarten gaben sich Künstler verschiedener Genres am Freitagabend die Klinke in die Hand.

Diskussionswürdig auch die Frage: Was ist ‚unplugged‘? Wenn die Musik nicht vom Computer kommt, sondern von Hand gespielt wird? Oder wenn nur akustische Instrumente verwendet werden? Diese Frage stellte sich zu Beginn des Abends, den „Felix und Friends“ eröffneten. E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug und Felix Walzc an der Akustikgitarre, die er auch mal gegen eine E-Gitarre tauschte. Der Musik tat es keinen Abbruch. Schnell sind die etwa 350 Besucher des Festivals mit dabei. Spätestens bei „Über sieben Brücken musst Du gehen“ bildeten die Bopfinger einen großen Chor.

Unplugged-Feeling kam bei den „Ma-Ma’s“ auf. Dezent gehaltene Rhythmen und wunderbare Melodien nahmen zur blauen Stunde die Zuhörer mit viel Verve gefangen. Mathias und Michael hatten sich zwei Gastmusiker mit auf die Bühne geholt. Johnny Stumpp am Schlagwerk und Martin Stumpp am Piano. Und als dieser am Klavier Metallicas „Nothing else matters“ anstimmte, wurde man der Macht der Musik gewiss.

Anschließend durfte der souverän durchs Programm führende Moderator Martin Schill ein regelrechtes Schmankerl ankündigen. „Brasst scho“ aus Schwäbisch Gmünd legten ein furioses Set hin. Die acht jungen Musiker verblüfften und begeisterten mit ihren Blasinstrumenten. Gleich zu Beginn „Let me entertain you“ von Robbie Williams gab die Richtung für ihren Gig vor. Jeder einzelne ein Virtuose auf seinem Instrument und das zeigten sie auch. Das begeisterte Publikum bekam keine Pause. Spätestens als Benni aus seiner Tuba beim Solo Töne kramte, die zuvor wohl kaum von einer Tuba zu hören waren, stand das Auditorium hinter den Jungs. So muss sich das Blechorchester im Himmel anhören, das wir als Donner hören.

Apropos Donner: Am Nachmittag war noch ein Regenguss hernieder gegangen und überall wurden immer wieder die Handys gezückt und mit bangen Blicken die Wetterdaten angeschaut. „Noch hängt der Regen an der Röttinger Höhe,“ sagte Bürgermeister Dr. Gunter Bühler und beschwor, die Wolken mögen bis zum Ende der Veranstaltung halten. Jedoch sie gehorchten nicht, und so begann es während des Auftritts von „Wild One“ zu regnen. Einige flüchteten nach Hause, andere unter die Dächer des „Rieser Bruzzlers“ oder des Ausschanks der Fußballabteilung des TV Bopfingen. Niemand ließ sich aber durch die Tropfen die Stimmung vermiesen.

Bopfingens Kulturreferentin Victoria Schröderecker handelte schnell und besorgte durchsichtige Regenponchos für die ‚Draußenfeiernden‘.

Der Abschluss des Abends gehörte der Wallersteiner Ein-Mann-Band Steve Rödel. Mit seiner rauen Stimme - frei nach dem Motto „Nach jedem Stückchen ein Schlückchen“ - und seiner Gitarre jagte er durch Country, Rock, Metall bis kurz vor Mitternacht.

Fazit: Das Format ‚unplugged‘ hat sich in Bopfingen etabliert und viele Fans gefunden.

Bereitete das Publikum perfekt auf die Acts vor - Moderator Martin Schill
Sorgten Begeisterung beim Publikum - Brasst scho
Felix & Friends eröffneten den Abend im Bopfinger Stadtgarten
Spielten erfolgreich gegen den Regen an - Wild One
Lieferten ein perfektes Unplugged-Set ab - The Ma-Ma's

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