Fenster 24: das „Feiertagsgesicht“

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Kunstvoller Adventskalender Bopfingen Fenster 24.

Paul Groll hat das Kunstwerk des berühmten Herlin-Altars in der Bopfinger Stadtkirche in ein Tafelbild verwandelt. Das erscheint als Nummer 24 am Bopfinger Rathaus. Die Hintergründe zu dem Kunstwerk.

Ein Kind in der Hütte ist mehr wert als ein Greis auf dem Thron.“

Ludwig Börne, Journalist

Bopfingen

Das Fensterbild von Paul Groll zeigt uns das „Feiertagsgesicht“ des berühmten Herlin-Altars in der Bopfinger Stadtkirche. Die Mittelnische dieses Wandelaltars gehört Maria mit dem Jesuskind.

Groll hat diese Skulpturengruppe in ein Tafelbild verwandelt. Die Mutter Gottes sitzt auf einer breit ausladenden Thronbank, auf der sich rechts und links je ein mantelhaltender Engel positioniert hat. Im Zentrum steht das göttliche Kind auf dem Schoß seiner gekrönten Mutter. Die symmetrische Komposition ist feierlich, ruhig und andächtig. Ein kurzer Moment des Glücks zwischen Mutter und Kind.

Der Name des Meisters ist uns nicht bekannt, aber es waren gleichermaßen die Bildschnitzer und die Tafelmaler, die sich im späten 15. Jahrhundert fabelhaft ergänzten und für gegenseitigen künstlerischen Ruhm sorgten. Der Herlin-Altar von 1472 ist wahrlich ein Kleinod spätmittelalterlicher Kunst und durch das immer wiederkehrende Motiv „Maria mit Kind“ im Schrein und auf den Seitenflügeln ein so genannter Liebfrauenaltar.

Ein besonderer Glücksmoment und eine mächtige Idee

„Glücksmomente“ lautete das Thema des Bopfinger Advents-kalenders in diesem Jahr. Die Geburt eines Kindes ist der mit Abstand am häufigsten genannte „Glücksmoment“ und die Geburt Christi bringt eine mächtige Idee in diese Welt.

Mit dem Zitat von Ludwig Börne (Journalist und Literaturkritiker, 1786 bis 1837) wird dieser bewegende Moment des Glücks treffend beschrieben: „Ein Kind in der Hütte ist mehr wert als ein Greis auf dem Thron“.

Das rätselhafte und wundersame Geschehen in der Heiligen Nacht, die Erzählung von Jesu Geburt und die daraus entsprungene Zukunftserwartung markieren für uns Christen den Anfang einer neuen Zeit. Auch wenn unsere täglichen Nachrichten eher apokalyptisch klingen, wieder einmal, so hält Weihnachten die Hoffnung auf ein glückliches Ende wach.

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