Gaby Hauptmann hat in Bopfingen eine Fangemeinde

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Gaby Hauptmann bei ihrer Lesung in Bopfingen.
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Die Autorin liest aus ihrem aktuellen Buch "Unsere allerbeste Zeit" und begeistert im katholischen Gemeindezentrum.

Bopfingen. Ein bequemer Sessel, ein prasselnder elektrischer Kamin und ein wenig Dekoration – das genügt, um zu einem gemütlichen Leseabend einzuladen. Getan hat das Gaby Hauptmann. Im Rahmen der Bopfinger Heimattage kann Hauptmann im katholischen Gemeindezentrum in den Reihen jede Menge Fans vom letzten Jahr begrüßen, denn da war die Journalistin, Redakteurin und Filmemacherin auch schon da.

In „Unsere allerbeste Zeit“, so der Titel ihres aktuellen Buchs, könne man sich meistens selbst finden, erzählt die Autorin, die, nicht zu vergessen, auch beim Radio gearbeitet hat.

Wären einige Dinge anders gelaufen, erklärt Gaby Hauptmann zu Beginn, könnte sie heute in der Politik sein. In der Sendung „drei nach neun“ traf sie damals Gerhard Schröder und feixte, wenn er Bundeskanzler würde, werde sie Familienministerin. Geschrieben habe sie ihm dann auch, als es so weit war, aber es kam zu keiner Zusammenarbeit. Gott sei Dank, lacht Hauptmann und nimmt Platz, um Passagen aus ihrem Buch vorzulesen.

Es geht darin um eine Frau mittleren Alters, Katja Klinge, die von Hamburg nach Stuttgart zieht, um dort ihre neue Arbeitsstelle in einer Agentur anzutreten. Der Um- und Einzug, der mit einigen Problemen einhergeht, ein Vermieter, der in dem Altbau fast ihr komplettes Bad unter Wasser setzt, ... – das und mehr bietet jede Menge Stoff für beste Unterhaltung. Als wäre das nicht schon genug, muss sich Katja um den medizinischen Dienst kümmern, der ihre Mutter wegen der Pflegestufe einschätzen soll und ein Besuch bei der Schwägerin birgt zudem einige Überraschungen.

Viele Protagonisten kommen im Buch vor, aber man muss einfach alle mögen, auch, oder gerade wegen deren Ansichten, Hintergründen und Lebensumständen. Gaby Hauptmann skizziert nicht nur, sie malt alle Mitwirkenden aus dem Buch aus, gibt ihnen viel mit und lässt sie nicht überspitzt aussehen. Rita beispielsweise, die in „Unsere allerbeste Zeit“ einen Pferdehof hat, gibt es tatsächlich. Sie sitzt im Publikum, hat Pferde, unter anderem zwei von Gaby Hauptmann, und freut sich, in die Geschichte eingebunden zu sein.

Fortsetzung folgt – so viel hat die Autorin verraten. glo

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