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Der Ipf
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In Bopfingen und seinen Teilorten stimmt die Lebensqualität. In vielen abgefragten Bereichen punktet die Stadt. Luft nach oben ist bei ÖPNV, Digitalisierung und der Verkehrsbelastung.

Bopfingen

Am Fuße des Ipfs gelegen, umgeben von herrlicher Natur - so präsentiert sich Bopfingen Besuchern und Bewohnern. Wie lebt es sich dort so, was ist besonders schön in Bopfingen und seinen Ortsteilen, wo sehen die Einwohner Verbesserungsbedarf? Antworten darauf versuchen wir im Ostalb-Check zu finden.

Auch in Bopfingen und seinen acht Ortsteilen haben sich viele Leserinnen und Leser an der Umfrage beteiligt - 386 Personen haben uns Antworten geliefert - mehr als jeder Vierte unserer Leserinnen und Leser dort. Vielen Dank dafür Ihnen allen.

Das Fazit vorab: Bopfingen belegt im Vergleich der Regionen den 31. Platz und in vier von 15 Lebensbereichen einen überdurchschnittlichen Rang.

Im Vergleich überdurchschnittlich zufrieden sind Bopfingerinnen und Bopfinger mit den Themen Einzelhandel (Kreiswert 6,4, Bopfingen 6,8), Kultur (Kreiswert 6,2, Bopfingen 6,5) und Gastronomie (Kreiswert 6,2, Bopfingen 6,5).

Die guten Werte überraschen kaum, hat sich in den vergangenen Jahren doch viel getan. Stichwort Kultur: Der sanierte Stadtgarten ist längst auch ein Top-Veranstaltungsort, in dem sich Stars die Klinke in die Hand geben. Die Stadt bietet ein Kulturprogramm mit Veranstaltungen verschiedenster Genres. Als jüngstes Kind wächst die keltische Freilichtanlage auf dem Ipf und parallel dazu die Präsentation des keltischen Erbes auch in der Innenstadt.

Der Einzelhandel hat mit der Eröffnung des Ipftreffs und den Geschäften dort einen Schub erfahren. Was viele bedauern, ist ein gewisses Ladensterben in der Innenstadt. Viele hätten gerne mehr Vielfalt im Innenstadtsortiment, beispielsweise ein Sportgeschäft oder mehr Textiler.

Mit der Lebensqualität in Bopfingen zeigten sich die meisten der Befragten zufrieden - und das liegt nicht nur an der Ipfmess, deren Comeback sich viele herbeisehnen, wie die Umfrage belegt.

Am gastronomischen Angebot haben nur wenige etwas zu bemängeln. Anbetracht der Vielfalt und der Qualität die Bopfingen bietet, erscheint dies aber als Jammern auf hohem Niveau.

Das soll besser werden

Dennoch, nichts ist so gut, dass es nicht noch besser werden könnte, und wer die Bopfinger kennt, der weiß, dass sie fleißig daran arbeiten, ihr Städtchen noch attraktiver zu machen.

Als großes Manko werten viele den ÖPNV (Kreisschnitt 5,4, Bopfingen 4,9). Hier müsse nachgebessert werden - in den Verbindungen nach Aalen, aber auch in den Verbindungen zwischen der Kernstadt und den Ortsteilen. Der Ipf-Express sei zwar erfolgreich unterwegs, aber er allein reiche nicht aus.

Ein weiterer Sorgenpunkt betrifft die medizinische Versorgung. Ein Problem, das überall im Landkreis virulent ist (Kreisschnitt 6,0, Bopfingen 5,1). Viele wünschen sich mehr Ärzte, Nachfolgeregelungen, am besten gleich Medizinische Versorgungszentren in der Stadt.

Den Umbau des DRK-Pflegeheims und die Schließung des Ipf-Hofs bewerten viele ältere Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage als besonders kritisch. Sie fordern mehr seniorengerechten Wohnraum und bald wieder Pflegeheime hier.

Viel kritisiert werden Mängel bei der Digitalisierung (Kreisschnitt 5,4, Bopfingen 4,6). Schnelles Internet wollen viele schneller, als dies kommt. Die Stadt ist zwar daran, viele Millionen in den Ausbau der Internetversorgung zu stecken. Indes, wird es noch zwei bis drei Jahre dauern bis alle über schnelles Internet verfügen werden.

Kritisiert wird auch die vergleichsweise hohe Verkehrsbelastung (Kreisschnitt 5,1, Bopfingen 4,5). Trochtelfingen oder Aufhausen leiden besonders, doch hohe Verkehrszahlen hat auch die Bopfinger Kernstadt. Der Ausbau der B 29 über die Röttinger Höhe scheint kurz vor dem Baustart. Für eine mögliche B 29neu zwischen der Röttinger Höhe und Nördlingen läuft das Linienfindungsverfahren. Und ganz gleich ob es hier die große Lösung gibt oder nicht, zumindest eine Umfahrung von Trochtelfingen könnte rausspringen.

Einen Mietspiegel fordern viele der Befragten, sie kritisieren teure Mieten in Bopfingen, und dass Wohnungen fehlten.

Ein Dorn im Auge sind auffallend vielen Befragten Hundehaufen in der Landschaft. Immer wieder kam der Wunsch auf, die Stadt möge mehr Hundeklos aufstellen.

Womit wir wieder bei der Landschaft wären. Die loben Spaziergänger, Wanderer, Radfahrer oder Skiläufer in unserer Umfrage in den höchsten Tönen, weil sie dem Geist gibt, was er braucht und somit eine hohe Lebensqualität und eine liebenswerte Heimat für alle Bopfingerinnen und Bopfinger schafft.

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Es gibt koi scheeners Fleckle.“

Befragte/Befragter, beim Ostalbcheck
Ein Blick auf Bopfingens Innenstadt aus der Vogelperspektive.

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