Gesperrte Sechtabrücke: Künftig mit dem Bus zur Turnhalle

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Der Brücke zur Turnhalle in Oberdorf haben Fachleute die Standfestigkeit abgesprochen. Sie wird abgerissen. Ob sie durch einen Neubau ersetzt wird, entscheidet der Gemeinderat. Archivfoto: mj
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Die Sechtabrücke in Oberdorf ist gesperrt. Als Übergangslösung für Schulkinder auf dem Weg zum Sportunterricht schlägt Bürgermeister Dr. Gunter Bühler den Einsatz eines Busses vor.

Bopfingen

Die Brücke zur Sporthalle in Oberdorf ist gesperrt. Weil das Bauwerk marode ist, wird es abgerissen. Ob eine neue Brücke gebaut wird oder nicht, das entscheidet der Gemeinderat in seinen Haushaltsberatungen.

Eltern verlangen eine Lösung

Ohne Brücke aber müssen Kinder seither auf dem Weg zum Schulsport einen anderen, gefährlicheren Weg entlang der Ellwanger Straße nehmen. Dass sie damit nicht einverstanden sind, das machten zahlreiche Eltern in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag deutlich. Sie wollen, dass ihre Kinder weiterhin den Sportunterricht besuchen können und halten es für „untragbar, dass sich eine Lehrerin mit 28 Kindern auf den Weg zur Turnhalle machen muss“. Die Eltern wollten in der Bürgerfragestunde wissen, welche Lösung die Verwaltung hier plant und wie es in Sachen Haftung aussieht, sollte etwas auf dem Schulweg passieren.

Bürgermeister Dr. Gunter Bühler zeigte Verständnis für die Sorge der Eltern. Die Situation sei nicht optimal. Die Haftungsfrage aber bleibe unberührt. „Das gilt, wie bisher“, sagte er.

Die alte Brücke komme weg, das sei fix. Fachleute hätten ihr die Nutzbarkeit abgesprochen, sagte Bühler. Das Risiko, dass dort etwas passiere, wolle er nicht tragen, bat er um Verständnis. Sollte eine neue Brücke gebaut werden, was rund 250.000 Euro kosten wird, gelte es auch für die etwa sechsmonatige Bauzeit eine Übergangslösung zu schaffen. Die Stadtverwaltung habe sich auch daher mit solchen befasst.

Provisorium zu teuer

Unter anderem sei geprüft worden, ob eine provisorische Brücke eingesetzt werden könne. Das THW habe eine solche Behelfsbrücke, allerdings müsse auch diese auf Fundamenten fest verankert werden. Vier Punktfundamente seien nötig, jedes davon herzustellen koste rund 5000 Euro, hinzu kämen 10.000 Euro für die Brücke. „Insgesamt also 30.000 Euro. Eine sehr teure Lösung“, sagte Bühler.

Günstiger sei es, einen Bus einzusetzen. Der sei „für die Zeit nach den Ferien jetzt bis zur Fertigstellung einer neuen Brücke in sechs Monaten zum Preis von 8000 Euro“ zu haben. Die Stadt wolle diesen Weg gehen und den Bus nach den Ferien einsetzen, kündigte Bühler an.

Zebrastreifen in Schloßberg

Auch die Kinder in Schloßberg sollen sicher zur Schule kommen. Bühler informierte, dass der Landkreis nun einen Fußgängerüberweg von der Bergstraße zur Grundschule erlauben wolle. „Das wird dann wohl ein Zebrastreifen werden“, sagte Bühler.

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