Häuslebauer müssen sich beeilen

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Die Förderung von Neubauten wird in Bopfingen für Familien eingestellt. Inziwschen gebe es genug staatliche Programme.
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Bopfingen beendet das Programm zur Wohnbauförderung für Familien „Familien-Ziel“ zum 30. Juni 2023. Seit dem Jahr 2008 wurden hier über 300.000 Euro ausbezahlt.

Bopfingen

Seit dem Jahr 2008 hilft die Stadt Bopfingen Familien, sich ihren Traum vom Eigenheim zu erfüllen. So erhält jede Familie bei der Bebauung von stadteigenen oder privaten Bauplätzen einen Zuschuss von 2500 Euro pro Kind unter 18 Jahren, jedoch maximal 10.000 Euro. Rund 300.000 Euro an 62 Familien hat Bopfingen in diesem Programm seither ausbezahlt. In den Jahren 2015 bis 2022 wurden jeweils Mittel in Höhe von 12.500 bis 25.000 Euro bereitgestellt.

Alle paar Jahre stellen Verwaltung und Gemeinderat diese Förderung auf den Prüfstand. Zuletzt im März dieses Jahres. Dabei wurde das Programm bis 31. Dezember 2022 verlängert. Im März auch wurde eine Arbeitssitzung mit je einem Vertreter der Fraktionen abgehalten. Dabei ergab sich jedoch kein konkretes Ergebnis. Und auch die Verwaltung hat sich im Laufe des Jahres mit verschiedenen Varianten einer möglichen Förderung befasst. Eine klare Mehrheit fand keine. Deshalb ist nun Schluss. Der Gemeinderat hat beschlossen, dass das Förderprogramm zum 30. Juni 2023 beendet wird. Bis dahin läuft alles weiter, wie gehabt. Trotz der Beendigung muss die Stadt auch in den kommenden Jahren noch Fördermittel im Haushalt bereitstellen, da neue Anträge in der Regel erst nach zwei Jahren zur Auszahlung kämen. Zudem seien Kinder, die in den ersten fünf Jahren nach dem Einzug geboren werden, ebenfalls noch zu berücksichtigen.

Die Verwaltung nannte einige Argumente für die Einstellung des Programms: Zwischenzeitlich gebe es einige staatliche Zuschussprogramme. Die Nachfrage nach Bauplätzen in Bopfingen sei inzwischen hoch, das Programm war angestoßen worden, um diese zu steigern. Inzwischen seien die Baupreise so hoch, dass ein städtischer Zuschuss für Bauherren wohl kein Kriterium für eine Bauentscheidung sei.

Bettina Maria Weber (CDU) hätte das Programm als „echte Förderung für Familien“ gerne erhalten, fand aber keine Mehrheit. Sollten sich die Rahmenbedingungen ändern, dann könne der Gemeinderat das Programm wieder neu auflegen, sagte Bürgermeister Dr. Gunter Bühler.

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