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Hochwasserschutz im Blick

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Erich Göttlicher (Mitte) hat den Stab an Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler (links) weitergereicht. Unterschneidheims Bürgermeister Johannes Joas (rechts) wurde ebenfalls einstimmig zum Stellvertreter.
Erich Göttlicher (Mitte) hat den Stab an Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler (links) weitergereicht. Unterschneidheims Bürgermeister Johannes Joas (rechts) wurde ebenfalls einstimmig zum Stellvertreter. © blankenhorn

Nach 34 Jahren hört Erich Göttlicher auf. Neuer Vorsitzender ist Dr. Gunter Bühler. Das sind die anstehenden Aufgaben.

Bopfingen

Bei der jüngsten Versammlung des Wasser– und Bodenverbandes Sechta-Eger wurde Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler zum Vorsitzenden gewählt. Damit endet die 34–jährige Ära von Erich Göttlicher an der Spitze des Verbandes. Dementsprechend emotional war auch dessen letzte Sitzung als Vorsitzender in der Schranne.

Bei der Wahl des Stellvertreters Johannes Joas setzten die Verbandsmitglieder auf Bewährtes. Beide Wahlen erfolgten einstimmig. Die Gewählten bedankten sich für das ihnen entgegengebrachte Vertrauen.

In seiner Abschiedsrede wünschte Erich Göttlicher seinem Nachfolger alles Gute. Stand früher der Hochwasserschutz an erster Stelle, sei heute eher Niedrigwasser das Problem. Unter dem Motto „Hochwasserschutz mit KÖPFchen“ habe man stets versucht, Kultur, Ökologie, Pädagogik und Freizeit mit Hochwasserschutz zu verknüpfen, sagte Göttlicher. Dass Erich Göttlicher im geeigneten Rahmen offiziell verabschiedet werden soll, darüber sind sich alle Verbandsvertreter einig.

Verband investiert weiter

Der Baubericht von Michael Deiniger vom Kreis-Geschäftsbereich Wasserwirtschaft führt keine nennenswerten außerplanmäßigen Kosten auf. Neben der verstärkten Präsenz des Bibers bereiteten einzig die in den vergangenen Monaten vermehrt festzustellenden Leitungsstörungen bei Telefon– und Internetverbindungen Sorge.

„FlowChief“ ist eine modular konzipierte Leittechnik-Lösung, die alle für eine Kläranlagen oder einen Abwasserbetrieb nötigen Funktionen in einer Software-Plattform bündelt. Der Verband hat auf dieses Leitsystem umgestellt, die Firma Stoll Prozessleittechnik GmbH hat das alte System „Joos“ früher als ursprünglich geplant abgeschaltet. Für die Maßnahme waren 141.000 Euro vorgesehen. Aktuell liegen die Kosten bei rund 134.000 Euro, so dass der Planansatz unterschritten wird.

Projekte im Hochwasserschutz

Um die Hochwasserrückhaltebecken sicherer zu machen, wurden verschiedene Maßnahmen in Angriff genommen.

„B21–Aalbach“: Für diese mit 70 Prozent der Kosten geförderte Maßnahme wurden 295.000 Euro veranschlagt. Aktuell geht Michael Deininger von einer Unterschreitung der Kosten aus. Die Maßnahme soll im Juli 2023 abgeschlossen sein.

„B33–Moosgraben“: Die insgesamt 190.000 Euro teure Maßnahme wird ebenfalls mit 70 Prozent bezuschusst. Deininger nannte sie eine „Operation am offenen Herz“. Mit der Bauausführung soll Ende 2023 begonnen werden. Er rechnet mit einer Abrechnung im Frühjahr 2025.

Hochwasserrückhaltebecken Tonnenberg: Auch hier gibt es einen Zuschuss von 70 Prozent. Die voraussichtlichen Kosten der Sicherheitsanpassung hier betragen rund 260.000 Euro. Es wurde einstimmig beschlossen, das Ingenieurbüro Winkler & Partner mit der Planung, Ausschreibung und Bauleitung zu beauftragen. Der Angebotspreis lag bei rund 49.000 Euro.

Defizit im Haushalt

Geschäftsführerin Marina Gerner stellte den Haushaltsplan 2023 vor. Im Ergebnishaushalt stehen Erträge von 233.600 Euro. Diesen stehen Aufwendungen in gleicher Höhe gegenüber. Beim Finanzhaushalt geht Marina Gerner aufgrund von Investitionstätigkeiten von 745.000 Euro und Einnahmen von 614.800 Euro von einem Defizit von 130.200 Euro aus. Dadurch erhöht sich der Schuldenstand zum Jahresende auf voraussichtlich rund 533.000 Euro. Die Beiträge für die v Verbandsmitglieder wurden auf 71.700 Euro festgesetzt, die Höhe der Kreditaufnahme auf 130.200 Euro, die Höhe der Kassenkredite auf 400.000 Euro. Die Verbandsmitglieder stimmten dem Haushalt einstimmig zu. ⋌jb

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