Im Stadtgarten Corona getrotzt

+
Beim Auftritt der ABBA-Tribute-Band „Agnethas-affair“ konnten alle mitsingen im Stadtgarten.
  • schließen

Konzerte, Kino, Theater, Kleinkunst - Bopfingens Kultursommer macht die Pandemie erträglich und bleibt in dieser Dichte wohl einmalig. Die Macher sind zufrieden und Anwohner können aufatmen.

Bopfingen

Was war das für ein Kultursommer in Bopfingen. Die Stadt am Ipf hat Maßstäbe gesetzt, der Stadtgarten sich erneut als idealer Veranstaltungsort erwiesen. Konzerte, Kino, Theater, Kleinkunst satt. Auch wenn es das ganz große Konzert mit Nico Santos wegen Corona nicht geben konnte, - der Künstler holt dies am 16. Juli 2022 nach - war einiges geboten.

„Wir sind rundum zufrieden, das Programm kam gut an, wir hatten meist Glück mit dem Wetter, alles hat gepasst“, freut sich Bürgermeister Dr. Gunter Bühler. Ganz wichtig ist es dem Rathauschef, nicht nur den Kulturschaffenden und dem technischen Personal, sondern besonders den Anwohnern in der Innenstadt „für ihren Langmut zu danken“. Ohne die Geduld und das Verständnis der Anwohner sei ein solches Kulturprogramm nicht zu machen, verdeutlicht Bühler.

Anbetracht der Pandemie habe Bopfingen bereits 2020 versucht, allen, die nicht in Urlaub fahren konnten, ein buntes Unterhaltungsangebot zu bieten. In diesem Jahr habe man dies aus denselben Gründen wiederholt. Klar sei aber, dass es künftig kein Veranstaltungsprogramm „in solcher Dichte“ in der Innenstadt geben wird. Nach Corona werde die Ipfmess hoffentlich wieder normal auf dem Sechtaplatz und nicht als Light-Version im Stadtgarten laufen. Insgesamt werde es dann weniger Veranstaltungen unter freiem Himmel im Stadtgarten geben, sagt Bühler.

In diesem Jahr besonders gefallen haben dem Stadtoberhaupt die Auftritte der Coverbands, der AC-DC-Tribute Band AC/ID und der ABBA-Tribute-Band „Agnethas Affair“. Beide hätten richtig abgeräumt, „und mit ABBA, die ja jetzt gerade eine neue Platte herausgebracht haben, haben wir das richtige Näschen bewiesen“, lacht Bühler. Sehr schön sei auch der Unplugged-Abend gewesen. „Bopfingen Unplugged wollen wir auf jeden Fall wiederholen und wieder mit Künstlern aus der Region“, kündigt Bühler an. „Insgesamt war das eine tolle Sommerbühne, die richtig Spaß gemacht hat“, sagt Bühler.

Als Nächstes stehen nun ab 1. Oktober die Heimattage an und, die wiederum stehen, wie seit vielen Jahren bereits, aber diesmal eben besonders im Zeichen von Kultur und Kleinkunst. „Wir hatten auch in der Vergangenheit einen Fokus auf Kultur, haben Ausstellungen und Lesungen geboten, neben den großen öffentlichen Dingen, wie dem Lagerleben oder dem Markttreiben in der Innenstadt“, sagt Bühler. Die Pandemie, insbesondere die Vorgaben wegen Corona aber ließen auch gar nichts anderes zu. „Wir dürften maximal 5000 Menschen in die Innenstadt lassen, müssten diese umzäunen, Besucher zählen, Sicherheitspersonal beschäftigen, das alles ist einfach nicht verhältnismäßig“, erklärt Bühler. Man hoffe nun eben auf die Heimattage 2022, die dann vielleicht und hoffentlich im altbekannten Rahmen über die Bühne gehen sollen.

Die Band „Wild one“ rockte bei Bopfingen Unplugged

Zurück zur Übersicht: Stadt Bopfingen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare