Ipfmess: Die Schausteller sehen sich in Existenznot

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Ein Foto der letzten Ipfmess 2019. Ob es 2022 eine Mess gibt, ist offen. Das ruft den Schaustellerverband auf den Plan, der bittet, eine Entscheidung darüber so spät wie möglich zu treffen. Archivfoto: opo
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Mark Roschmann, Vorsitzender des Schaustellerverbandes, wendet sich an Bürgermeister Bühler.

Bopfingen. Seit zwei Jahren verhindert die Pandemie Volksfest im Land, auch die Ipfmess ist bereits zweimal ausgefallen. Schausteller und Marktbeschicker sind in Existenznot und alarmiert. Mark Roschmann, der Vorsitzende des Schaustellerverbandes Südwest Stuttgart hat aus der SchwäPo erfahren, dass Bürgermeister Dr. Gunter Bühler momentan noch nicht garantieren kann, dass es eine Ipfmess 2022 gibt, und hat sich nun in einem offenen Brief an Bopfingens Bürgermeister gewandt.

Er schreibt: „Die Ipfmess ist ein Volksfest in ihrer Region mit außerordentlicher Reichweite in Süddeutschland. Eine verfrühte Absage würde andere Veranstaltungen in Mitleidenschaft ziehen und somit wie 2020 und 2021 einen Dominoeffekt auslösen.“

Er schätze Bühler als Freund der Schausteller und Marktkaufleute und ihm sei bewusst, dass Bühler die Entscheidung zu einer erneuten Absage der Ipfmess in Bopfingen nicht leicht fallen würde, schreibt Roschmann weiter. „Jedoch möchte ich in den Entscheidungsprozess unter anderem mit einfließen lassen, dass meine Berufskolleginnen und Kollegen genau auf die Volksfeste in der Jahresmitte angewiesen sind, denn auch die Überbrückungshilfen sind endlich“, heißt es in dem Schreiben weiter. Seit Monaten werde intern diskutiert, wie es für eine der ältesten Berufsgruppen überhaupt weitergehen könne, wenn die Übergangszeit zwischen Pandemie und Endemie, aber auch zwischen auslaufenden Wirtschaftshilfen und Wechsel in der Politik, so weitergehe.

„Wir befinden uns in der schwierigsten Phase von Corona und dessen finanziellen als auch psychischen Auswirkungen. Uns ist bewusst, dass jedes Volksfest eine gewisse Vorlaufzeit in der Planung benötigt, jedoch wird der Begriff Planungssicherheit die letzten zwei Jahre teilweise falsch interpretiert. Planungssicherheit heißt eben auch, dass die Schausteller und Marktkaufleute sich auf die Entscheidungsträger der Volksfeste verlassen können und ihre Reiseroute planen können“ schreibt Roschmann, und bittet Bürgermeister Bühler, „die Entscheidung über das Veranstalten der Ipfmess zu verschieben“. ⋌Martin Simon

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