Kelten-Freilichtanlage wächst weiter

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Der Betonmischer ist angekommen, die Arbeiten können beginnen.
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Auf dem Ipf werden die Fundamente für weitere Nachbildungen keltischer Gebäude gegossen. Ein Speicherhaus auf Stelzen, ein Grubenhaus und ein Gesindehaus sind geplant.

Bopfingen

Geschäftiges Treiben an Bopfingens Hausberg. Nebel und Kälte stören die Bauarbeiter nicht, die packen fleißig an. Es geht voran mit dem Projekt "Erlebniswelt Kelten" am Ipf. Am Donnerstagvormittag wurden die Armierungen und Fundamente für die neu entstehenden Gebäude betoniert.

Die Freilichtanlage soll in diesem Jahr noch um drei weitere Gebäude ergänzt werden. Geplant sind Nachbildungen eines Speicherhauses auf Stelzen, eines Grubenhauses, das für keltisches Handwerk steht und eines Gesindehauses, das ein keltisches Wohnhaus abbildet.

Diese Bauten werden finanziert mit Mitteln aus dem EU-Programm LEADER und müssen, so die Vorgabe, noch in diesem Jahr fertig werden – zumindest weit vorangetrieben worden sein.

Für die Bauten sorgt federführend die Zimmerei Abele, die auf diesem Sektor bereits viel Erfahrung gesammelt hat. Die alten Kelten, so zeigt die Forschung, haben bei ihren Bauten einst Holz direkt in die Erde gebohrt. Das ist wohl ein Grund, weshalb kaum etwas überdauert hat. Weil Bopfingen aber sein keltisches Erbe nachhaltig sichern will, greifen die Experten zu Beton, Stahl und moderner Bautechnik. Dies alles soll am Ende aber für Besucher nicht sichtbar sein.

Das keltische Erbe Bopfingens sicht- und erlebbar zu machen, dieses Ziel haben auch das Land Baden-Württemberg und der Bund ausgegeben – und machen dafür ordentlich Geld locker. Insgesamt wird mit Projektkosten von rund 2,4 Millionen Euro gerechnet. Der Bund steuert 918 000 Euro bei. Das Land beteiligt sich mit 741 000 Euro, der Ostalbkreis hat 370 000 Euro für das Projekt freigegeben und Bopfingens Gemeinderat hat vor Zeiten beschlossen, ebenfalls 371 000 Euro für die "Erlebniswelt Kelten am Ipf" aufzubringen.

Dieses "neue" Geld soll in erster Linie für die museale Präsentation der Kelten verwendet werden – auf dem Ipf und im Museum in der Innenstadt, wo es um digitale Medien geht.

Die Freilichtanlage am Ipf soll von März bis September bespielt werden. Toiletten, Strom, ein gastronomisches Angebot samt Museumsshop sind geplant, die Parkplatzsituation soll neu strukturiert werden. Verschiedenste Veranstaltungen von Kultur bis zu privaten Feiern sollen dort möglich sein. Das Herrenhaus soll um einen Anbau erweitert werden, dort soll das Besucherzentrum unterkommen.

Der Ipf indes, und da sind sich alle Verantwortlichen einig, bleibt als Naturdenkmal und Erholungsort unangetastet.

Stahlarmierungen im Untergrund sollen die Gebäude langlebiger und stabiler machen.
Großbaustelle am Ipf. Noch in diesem Jahr, so das Wetter mitspielt, sollen die drei Neubauten fertig sein.

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