Legner rückt die Jahreslosung ins Bild

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Georg Legner (links) und Pfarrer Steffen Schmid (rechts) vor dem Bild zur Jahreslosung 2022
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In einer Kooperation zwischen der evangelischen Kirchengemeinde Bopfingen und dem Kunstverein „Kreative 88“ weist in diesem Jahr Georg Legner den Gläubigen bildhaft den Weg.

Bopfingen

Die Zusammenarbeit zwischen der evangelischen Kirchengemeinde in Bopfingen und dem Kunstverein ‚Kreative 88‘ wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Im vergangenen Jahr hatte Oliver Sauter in der Bopfinger Stadtkirche ein Bild zur Jahreslosung 2021 erstellt. In diesem Jahr brachte Georg Legner seine Gedanken zum Ausdruck.

Jedes Jahr wird eine Stelle der Bibel ausgelost, die dann für das jeweilige Jahr den Gläubigen den Weg weisen soll. Die bundesweite Jahreslosung der Kirchen für 2022 lautet: „Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen“ (Johannes 6,37).

In seiner Predigt zeigte Pfarrer Steffen Schmid auf, was es bedeutet, abgewiesen zu werden. Sei es wegen der Hautfarbe, der Religion oder aber auch bei der aktuellen Impfthematik. Gleichzeitig aber sei Diversität wichtig, etwa für die Charakterbildung und das Selbstwertgefühl.

„Grenzen formen uns,“ sagte er. Grenzen seien ein zweischneidiges Schwert. Die Jahreslosung interpretiert Schmid als eine Einladung.

So sieht es auch der Künstler Georg Legner. Er stellt die Frage „Weswegen kommen die Menschen zu Jesus?“ in den Mittelpunkt seines Werkes. Zuversicht in das Handeln, Hoffnung auf die Zukunft oder Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes, sieht Legner als Antwort auf diese Frage. Mit seinem Bild drückt er das aus. Den Hintergrund bildet ein Kreuz, darüber eine Landschaft, die für die verschiedenen Lebensräume auf der Welt steht. Wie die Losung soll auch das Werk einen universellen Ausdruck erhalten. Eine Stadt am Meer, Gebirge und ein Ort auf dem Land, sind die Bereiche, in denen das Bild spielt.

Im Vordergrund Jesus mit seiner Mutter, zwei Jünger und fünf Kinder. „Jesus betont die unbeschriebene Reinheit des kindlichen Handelns, das der Unterdrückung des Nächsten widerstrebt,“ sagt Georg Legner, der Katholik ist. Für ihn ist ein Annehmen des anderen wichtig. „Füreinander da sein,“ war der Satz der Pandemie. Er soll in diesem Bild deutlich werden.

Das 140 mal 100 Zentimeter große Bild wurde in einer für Georg Legner eigenen Technik gefertigt. Auf flüssige Ölfarben und Malbutterflächen, ließ der Künstler Farbpigmentpulver rieseln, um alles zu binden. Der Künstler, der in Bopfingen-Oberdorf beheimatet ist, hat sich autodidaktisch einen eigenen Stil zu gelegt. „Das Kopieren von Vorgehensweisen anderer Künstler schränkt die Fantasie in Motiv und Ausführung ein,“ sagt der 61-Jährige.

In diesem Werk zeigt Georg Legner, wie wichtig ein Zusammenhalt ist. So passe es zur heutigen Zeit genauso wie in die Vergangenheit und Zukunft.

Das Bild von Georg Legner ist in der Bopfinger Stadtkirche an der Nordwand aufgehängt. Dort kann es zu den Öffnungszeiten der Kirche besichtigt werden.   

Bild von Georg Legner für die Jahreslosung 2022
Georg Legner (links) und Pfarrer Steffen Schmid vor dem Bild zur Jahreslosung 2022.

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