Leidenschaftliche Debatten am Ostalb-Gymnasium

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Jugend debattiert am OAG – das Foto zeigt die diesjährigen Debattanten und Juroren samt Schulleiter Dr. Pascal Bizard.

Erstmals konnten Schülerinnen und Schüler sich wieder in Präsenz der Redekunst widmen.

Bopfingen. Nachdem in der vergangenen Saison von „Jugend debattiert“ wegen der Corona-Pandemie Wettbewerbe ausschließlich in digitaler Form konnten, war es in diesem Schuljahr dank eines ausgeklügelten Hygienekonzepts am 27. Januar wieder möglich, ein Schulwettbewerb in Präsenz zu veranstalten. Gewertet wurde die Leistung der Schülerinnen und Schüler nach den Kriterien Sachkenntnis, Ausdrucksfähigkeit, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.

In der Altersgruppe 1 debattierten Amelie Scherer (9b), Laura Weber (9b), Bilal Gökay (9b) und Ektor Thanasko (9b) zunächst die Frage, ob der Verkauf von Süßigkeiten im Kassenbereich von Supermärkten verboten werden sollte. Die vier Teilnehmer hatten sich zuvor in den Klassenwettbewerben der neunten Klassen durchgesetzt. Während der Debatte wurden Aspekte wie Gesundheitsschutz, Impulskontrolle und Recht auf Selbstbestimmung lebhaft aber fair diskutiert.

Die Jury bestand aus den Jugend debattiert-Lehrern Peter Heinrich, Kai Morgenstern und Jonas Lieberknecht.

In einem zweiten Durchgang gingen die vier Neuntklässler dann der Frage nach, ob Influencer verpflichtet werden sollen, auf Bildbearbeitung und Filtereinsatz ausdrücklich hinzuweisen. Es entstand eine muntere Debatte, die um Bereiche wie Kunstfreiheit und Schutz vor schädlichen Einflüssen auf die Jugend kreiste. Zeitnehmerin war beide Male Jasmine Thiemann (10b).

Die Altersgruppe 2, bestehend aus Sabine Beck (10a), Marie Lenke (K1), Samuel Janoschek (10b) und Lukas Thum (K1), beschäftigte sich als erstes ebenfalls damit, ob Influencer Bildbearbeitung verpflichtend kennzeichnen sollen. Auch hier wurde eine lebhafte und teilweise leidenschaftlich geführte Debatte ausgetragen, an der sich der Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler offenbarte.

Als Thema der zweiten Debatte stand die Frage im Mittelpunkt, ob bereits ab 16 Jahren Körpermodifikationen auch ohne Zustimmung der Eltern erlaubt sein sollen. Hier spielen Tattoos, Ohrringe, aber auch kleinere plastische Eingriffe eine wichtige Rolle.

Die Jury setzte sich aus den Jugend debattiert-Lehrkräften Stefan Lella und Sebastian Voll sowie aus dem Mitglied des Abiturjahrgangs 2021, Nico Gasch, zusammen, der selbst als Schüler im Rahmen von Jugend debattiert beachtliche Erfolge auf den verschiedenen Wettbewerbsstufen erzielt hatte und nun als Alumni jurieren kann. Die Redezeit wurde von Bianka Grimm (10a) genommen, Maximiliane Reimann (10a) stand als Nachrückerin bereit.

Schulleiter Dr. Pascal Bizard sprach den Debattantinnen und Debattanten seine Anerkennung aus und lobte deren Einsatz im Format von Jugend debattiert. Den beteiligten Zeitnehmerinnen und Juroren dankte er für deren Einsatz.

Danach erfolgte die Siegerehrung durch den Schulkoordinator von Jugend debattiert, Peter Heinrich.

In der Altersklasse 1 konnte sich Laura Weber haarscharf gegen Amelie Scherer durchsetzen, Ekor Thanasko und Bilal Gökay folgten auf den Plätzen.

Den ersten Platz in der Altersgruppe 2 erreichte Lukas Thum, gefolgt von Marie Lenke, Samuel Janoschek und Sabine Beck.

Die Plätze eins und zwei jeder Altersgruppe werden das OAG nun beim Regionalverbundwettbewerb am 15. Februar vertreten, bei dem zudem die Drittplatzierten als Nachrücker dabei sein werden.

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