"Merci Udo" - eine Hommage an Udo Jürgens in Bopfingen

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Mit viel Einsatz und Respekt präsentierte Wölkes Musiker und Sänger einen gelungenen Querschnitt aus fünf Jahrzehnten musikalischem Erfolg.
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Wie ein Konzert voller Respekt Erinnerungen weckt und zeigt, was Entertainer Udo Jürgens ausmacht.

Bopfingen

Ein paar Sekunden. Die Scheinwerfer gehen an... Allein mit vielen Menschen... Ich glaub' ich fliege...“ Tausende Male hat er genau diese Situation erlebt. Udo Jürgens. Einer der bedeutendsten Entertainer dieser Zeit, der ganze Generationen mit seiner Musik begleitete und vor sieben Jahren mit 80 während seiner letzten Tournee verstarb. Am Freitagabend haben Peter Wölke, seine Rainbowband und internationale Musicalstars eine Hommage an den Sänger, Pianisten und Komponisten im Bopfinger Stadtgarten auf die Bühne gebracht.

Nein. Ein Udo-Konzert war's nicht. Wie auch? Ohne ihn. Dafür war er zu groß, zu einzigartig, zu sehr Udo, als das ihn irgendwer ersetzen könnte. Aber das war ja auch gar nicht Ziel und Anspruch des absolut gelungenen Abends unter dem Titel „Merci Udo“. Sondern einen Einblick in Jürgens' Lebenswerk zu bieten, in Erinnerungen zu schwelgen und um gemeinsam seine Musik zu feiern. Seitlich steht Sina, 17 Jahr, dunkles Haar, aus Bopfingen. Sie singt und klatscht. Ist voll dabei. Wollte unbedingt kommen. „Udo ist toll. Man kann bei ihm mit der ganzen Familie singen, er macht gute Laune und hat einen spannenden Lebensweg.“

Egal ob „Ich war noch niemals in New York“ oder „Merci Chérie“ - jedes einzelne Stück interpretieren die Musicalstars Kristin Hölck, Maria Jane Hyde, Markus Dietz und Mark John Forbes mit Hingabe oder Humor, je nach Inhalt. Runtergeschrammelt wird nichts. Sondern mit tiefem Respekt präsentiert. Wölke beweist ein gutes Händchen dafür, zu zeigen, was „Udo“ ausmacht. Neben den Erfolgsschlagern. Das einfühlsame Geschichtenerzählen. Das Mutmachen, den eigenen Weg zu gehen. Vorallem aber auch der Schutz des „Blauen Planeten“. Und der Frieden auf dem selbigen. Ein Thema das aktueller gar nicht sein könnte.

„Ich seh' ein Land, das liegt noch weit, wo Frieden wohnt und Menschlichkeit“, singt Maria Jane Hyde, „Ich glaube, dass man nichts vom Krieg mehr wüsste, wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spürt...“ Mark John Forbes. Zwei Höhepunkte das Duett „I can, I will“ und „If I sing another song“ - Udos Komposition, die Sammy Davis Junior bei jedem seiner Konzerte spielte. Damit die Mischung stimmt, kommt locker-flockig „Boogie Woogie Baby“ daher. Beim Song mit der National-Elf, damals, 1978 in Argentinien, schwelgen die rund 250 Konzertbesucher. Den Blick aufs Wesentliche lenkt Kristin Hölck mit Udos Worten: „Was wichtig ist, ist ... nicht was man ist und wen man alles kennt... Nicht, ob dein Leben andern Leuten passt...“

Anja und Roland sind extra aus dem Allgäu gekommen, um mit ihren Freunden Anke und Marco die „tollen Events in Bopfingen„ zu genießen. Für den ein oder anderen großen Fan wird der Abend gemischte Gefühle bedeutet, die Kehle in mancher Situation ein bisschen eng gemacht haben. Udo - er fehlt halt. Daran lässt sich nichts ändern. Aber für all' die schönen Momente: Merci, Udo!

Mit tiefem Respekt präsentierten internationale Musicalstars in Bopfingen einen Ausschnitt aus Udo Jürgens' musikalischem Lebenswerk.
Bopfingen feiert im Stadtgarten das, was Udo Jürgens seinem Publikum zurückgelassen hat: seine Lieder.
Wie Udo, so beschließen auch die Musicalstars Mark John Forbes (von links), Kristin Hölck, Markus Dietz und Maria Jane Hyde das Konzert: im weißen Bademantel. Nur der gläserne Flügel, der fehlte.
Rund 250 Besucher feierten am Freitagabend im Stadtgarten Udo Jürgens' Musik.
Peter Wölke wagte ein Experiment und kombinierte "Jeder so wie er mag" und "Mathilda" und setzte sich dabei selbst ans Cachon.
Peter Wölke wagte ein Experiment und kombinierte "Jeder so wie er mag" und "Mathilda" und setzte sich dabei selbst ans Cachon.

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