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Christof Kneer hat vor Kurzem sein Buch „Die Hansi Flick Story: Geschichte eines Fußballwunders“ veröffentlicht. Ein Gespräch über Bopfingen, seine Arbeit und sein Werk.

Kneer Christof

Bopfingen

Mittendrin statt nur dabei heißt es bei Christof Kneer. Der Bopfinger begleitet seit 20 Jahren als Journalist die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Er kennt die Trainer und Spieler – und sie kennen ihn. Was liegt da näher, als ein Buch über den neuen Bundestrainer Hansi Flick zu schreiben.

„Damals, 2019, wusste noch niemand, dass er einmal Bundestrainer wird“, erzählt Christof Kneer, der vor Kurzem sein Werk „Die Hansi Flick Story: Geschichte eines Fußballwunders“ veröffentlicht hat.

Der 51-jährige Kneer ist ein Ur-Bopfinger, er ging auf das Ostalb-Gymnasium und studierte anschließend in Bamberg. Sein Volontariat absolvierte er bei der Südwestpresse in Ulm und kam dabei auch in die Redaktion der Schwäbischen Post.

Wissen, was daheim los ist

Diese liest er bis heute. „Ich muss doch wissen, was daheim los ist“, sagt Kneer, der seit 2005 bei der Süddeutschen Zeitung in München als Fußball-Chef arbeitet. Da war es selbstverständlich, dass er bei Bayern München auf Hansi Flick traf, den er bereits von der Nationalmannschaft kannte.

Der C.H. Beck-Verlag meldete sich bei Christof Kneer und fragte, ob er Interesse hätte, ein Buch über den damaligen Bayern-Trainer zu schreiben. Das hatte er. Acht Wochen hatte Kneer Zeit, um das Werk zu schreiben. „Das war etwas ganz Neues, weil nicht jeder Tag getaktet war wie in der Redaktion“, erzählt Christof Kneer.

Der Sportreporter schrieb keine Biografie, sondern begleitet in dem Buch den Trainer vom Beginn als Cheftrainer bei Bayern München im November 2019 bis zum Sieg in der Champions League im August 2020.

Es sind 36 Spiele, die Kneer mit Witz und Charme beschreibt. Seine Fachkenntnisse und die Nähe zur Person machen das Buch außergewöhnlich. Unter Fachleuten gilt Christof Kneer als der Literat unter den Sportjournalisten. Das ist in diesem Buch ebenfalls zu spüren.

Ein Trainer von Weltformat

„Es ist ein neunmonatiges Märchen, das beschreibt, wie aus dem Assistenten ein Trainer von Weltformat wird“, beschreibt Kneer kurz die Geschichte. Spiel für Spiel baut er die Spannung auf, die dann in Lissabon mit dem Sieg gegen Paris St. Germain zum Happy End wird.

Es ist ein neunmonatiges Märchen.“

Christof Kneer, Redakteur

Fußball war schon immer die Leidenschaft des Bopfingers. Mit zwölf Jahren war für ihn klar: „Ich werde Fußballjournalist.“ Nach dem Praktikum beim renommierten „Kicker“, ging er zum Weser-Kurier in Bremen und berichtete über alle großen Sportevents. „Quer durch den sportlichen Gemüsegarten“, erzählt sein Vater Michael Kneer. Seine Eltern leben in Bopfingen und Christof Kneer kommt, wenn es die Zeit zulässt, auch gerne in die Stadt unterm Ipf

Bereits 2002 war er bei der Weltmeisterschaft in Japan und Korea dabei – für die Berliner Zeitung, deren Sportchef ihn zuvor in die Hauptstadt geholt hatte. Anlässlich der WM 2006 in Deutschland verpflichtete ihn dann im Jahr 2005 die Süddeutsche Zeitung in München.

Ran an die Nationalelf

Privat zog es Kneer zu den Großen des Sportjournalismus. Seine Frau ist die Enkelin seines großen Vorbilds, der ZDF-Reporterlegende Bruno Moravetz. Nun heißt es für Christof Kneer aber wieder ran an die Nationalmannschaft, die Europameisterschaft steht nun in seinem Terminkalender.

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