Mordlust gewürzt mit einer Prise Humor

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Michael Scheidle

Der Bopfinger und SchwäPo-Autor Michael J. Scheidle hat mit „Tomatidin“ seinen ersten Krimi verfasst.

Bopfingen. Das erste Mal ist immer ein besonderer Moment. Alle erinnern sich an den ersten Kuss oder das erste Auto. So zumindest wird es generell angenommen. Der Bopfinger Michael J. Scheidle hat nun seinen ersten Kriminalroman veröffentlicht.

„Zu Beginn der Pandemie war es ein wenig ruhiger geworden. Da wollte ich einfach, dass meine Finger und mein Kopf beweglich bleiben“, sagt der freie SchwäPo-Reporter. Für ihn war von Anfang an klar, dass es ein Krimi werden soll. „In Deutschland wird so viel gemordet, da wollte ich meinen Beitrag dazu leisten“, witzelt er.

Von der Schule zum Krimi

An Ideen habe es ihm nicht gemangelt. „Da ich schon in der Schule Mordlust gegen den ein oder anderen Lehrer hegte, entstand diese Geschichte um einen Mord an einem Rektor.“

Seit seiner Jugend hat Scheidle nicht nur gerne Reportagen geschrieben, auch kleine Geschichten flossen aus seiner Feder. Diese hat er dann stets erfolgreich im Altpapier entsorgt. Mit „Tomatidin“ wagt er nun den Schritt in die Öffentlichkeit.

Die Inspiration für seine Geschichte holte er sich in seiner Umwelt und verarbeitete diese dann zu einer rein erfundenen Geschichte. „Niemand muss Angst haben, dass er sich in der Story wiederfindet“, betont der Autor. „Außer er möchte es“, fügt er lächelnd hinzu.

Ein Mord mit Vergangenheit

Worum es geht: Eigentlich sollte Otto Meisner nur herausfinden, ob Silke Sternheimer von ihrem Mann betrogen wird. Doch als dieser tot zusammenbricht, findet sich der ehemalige Rechtsanwalt Meisner mitten in einem Mordfall wieder. Während Kommissarin Rita Schmölz zu verstehen versucht, was passiert ist, ermittelt Meisner auf eigene Faust.

Schon bald wird er dabei mit seiner Vergangenheit konfrontiert und verstrickt sich immer tiefer in einem Wirrwarr aus Geheimnissen, Gefühlen und Gefahr. So entsteht eine spannende Geschichte mit einer Prise Humor.

„Einige der Szenen habe ich ähnlich erlebt. Manchmal sind es aber auch Situationen. Wenn ich zum Beispiel am Bankautomaten stehe und Geld abhebe und zwei junge Männer in die Bank kommen, weil sie einen Termin haben. Was dann daraus in meinen Überlegungen entsteht, kann in „Tomatidin“ nachgelesen werden“, erzählt der Autor. So sei in dem Buch auch ein Stück Michael J. Scheidle enthalten.

Der Krimi ist in einer limitierten Auflage beim Einhorn-Verlag, Schwäbisch Gmünd erschienen. „Dem Verlag muss ich dafür meinen Dank aussprechen, dass er auch Nachwuchsschriftstellern eine Chance gibt“, sagt Scheidle.

Lesungen geplant

Sein Buch wird der freie Reporter am 18. März in der Bopfinger Schranne erstmals vorstellen. Dabei liest er aus seinem Krimi und erzählt darüber hinaus humorvolle Anekdoten.

Weitere Lesungen sind geplant. Zu erleben ist Michael J. Scheidle am 29. April in Böbingen, Bürgersaal, am 9. Mai in Lauchheim, Sitzungssaal und am 20. August im Neresheimer Stadtgarten.

Erschienen ist Tomatidin im Einhorn-Verlag; 188 Seiten; 14,80 Euro; ISBN 978-3-95747-129-1.

Scheidles Krimi-Cover

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